Das Paar EUR/USD erholt sich nach dem erneuten Test eines Ein-Wochen-Tiefs am frühen Montag um einige Pips und hält sich während der asiatischen Sitzung stabil um die psychologische Marke von 1,1500. Die Aufwärtsbewegung scheint jedoch begrenzt, da die steigenden geopolitischen Spannungen weiterhin dem sicheren Hafen US-Dollar (USD) zugutekommen und als Gegenwind für die Spotpreise wirken könnten.
Berichten zufolge bereitet sich das Pentagon auf wochenlange Bodenoperationen im Iran vor. Hinzu kommt der Eintritt der vom Iran unterstützten Milizengruppe in Jemen, den Houthi, was das Risiko einer weiteren Eskalation des Konflikts im Nahen Osten erhöht. Dies belastet weiterhin die Anlegerstimmung. Zudem befeuern Inflationsängste aufgrund erhöhter Energiepreise die hawkischen Erwartungen an die Federal Reserve (Fed), was den USD weiter stützen und die Aufwärtsbewegung des EUR/USD-Paares begrenzen könnte.
Aus technischer Sicht ist die kurzfristige Tendenz leicht bärisch, da die Spotpreise unter dem flachen 200-Stunden-Exponential Moving Average (EMA) bei rund 1,1550 bleiben und Aufwärtsversuche begrenzen. Die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie schwankt eng um die Signallinie und die Nulllinie, während das gedämpfte Histogramm auf einen Mangel an starkem Richtungsmomentum hinweist. Der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 43 liegt unter der Mittellinie von 50, was darauf hindeutet, dass Verkäufer trotz fehlender impulsiver Abwärtsbewegungen einen leichten Vorteil behalten.
Unterdessen zeigt sich der unmittelbare Widerstand bei 1,1535, wobei ein Durchbruch 1,1550 als nächste Barriere freigeben würde, was mit dem 200-Stunden-EMA übereinstimmt. Eine anhaltende Bewegung über 1,1550 würde den Abwärtsdruck verringern und den Weg in Richtung 1,1580 öffnen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung bei 1,1490, gefolgt von 1,1475, falls der Verkaufsdruck anhält. Ein klarer Durchbruch unter 1,1475 würde die bärische Tendenz verstärken und als nächstes Ziel den Bereich um 1,1450 ins Visier nehmen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.
In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.
Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.