USD/CHF notiert nahe dem Monatshoch, während Bullen auf einen Ausbruch über 0,8000 bei einem festeren USD warten

Quelle Fxstreet
  • USD/CHF erreicht während der asiatischen Sitzung am Montag ein neues Hoch seit dem 19. Januar.
  • Geopolitische Spannungen stärken den Status des USD als Reservewährung und stützen das Paar.
  • Inflationssorgen befeuern hawkische Fed-Erwartungen und stützen den Greenback weiter.

Das Paar USD/CHF zieht nach einem moderaten Rücksetzer während der asiatischen Sitzung in den Bereich um 0,7970 neue Käufer an und erreicht zu Beginn der neuen Woche ein neues Hoch seit dem 19. Januar. Die Spotpreise haben jedoch Schwierigkeiten, die Stärke auszunutzen, und notieren derzeit knapp unter der psychologischen Marke von 0,8000, nahezu unverändert zum Tagesverlauf.

Der US-Dollar (USD) setzt seine relative Outperformance im Zuge der zunehmenden militärischen Aktivitäten im Nahen Osten fort und erweist sich als wichtiger Faktor, der dem Paar USD/CHF Rückenwind verleiht. Der US-Iran-Krieg zeigt Anzeichen, in eine neue und gefährlichere Phase einzutreten, wobei Berichte darauf hindeuten, dass das Pentagon sich auf wochenlange Bodenoperationen im Iran vorbereitet. Hinzu kommt, dass der Eintritt der vom Iran unterstützten Milizengruppe in Jemen, der Houthi, in den Krieg das Risiko einer weiteren Eskalation des Konflikts erhöht und den globalen Reservewährungsstatus des USD begünstigt.

Unterdessen beanspruchen die Iran-nahen Houthi zwei Raketenangriffe auf Israel innerhalb von 24 Stunden für sich und warnen, dass in den kommenden Tagen weitere Angriffe folgen würden. Zudem bestehen Befürchtungen, dass Angriffe der Houthi-Rebellen auf die Schifffahrt in der Bab el-Mandeb-Straße den globalen Handel schwer beeinträchtigen könnten, vor dem Hintergrund der faktischen Schließung der Straße von Hormus. Dies treibt wiederum die Rohölpreise nach oben, schürt Inflationsängste und verstärkt die hawkischen Erwartungen an die US-Notenbank (Fed). Der Ausblick verleiht dem USD zusätzlichen Auftrieb und stützt das Paar USD/CHF.

Der vorgenannte fundamentale Hintergrund scheint fest zugunsten der USD-Bullen geneigt zu sein und untermauert die Aussicht auf eine weitere kurzfristige Aufwertung des Währungspaares. Allerdings rechtfertigt das Ausbleiben von Anschlusskäufen eine gewisse Vorsicht, sodass es ratsam ist, auf eine anhaltende Stärke über der Marke von 0,8000 zu warten, bevor man sich für eine Ausweitung des monatlichen Aufwärtstrends positioniert.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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