Das Währungspaar EUR/JPY verliert im frühen europäischen Handel am Dienstag auf rund 183,85 an Boden. Der japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem Euro (EUR) vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten, was sichere Hafenflüsse begünstigt. Das israelische Militär teilte laut einem Bericht des Guardian am Dienstag mit, eine neue Angriffswelle auf Teheran gestartet zu haben. Diese Aktion erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump nach produktiven Gesprächen mit dem Iran eine Pause bei US-Angriffen auf Energieinfrastruktur signalisiert hatte.
Andererseits verringern kühler als erwartete japanische Inflationsdaten den unmittelbaren Druck auf die Bank of Japan (BoJ), die Zinsen anzuheben. Dies könnte wiederum die Aufwärtsbewegung des JPY begrenzen und als Rückenwind für das Währungspaar wirken.
Im Tages-Chart hält sich EUR/JPY weiterhin oberhalb des 100-Tage-Exponential Moving Average nahe 181,70 und bewahrt trotz des jüngsten Rücksetzers von der oberen Bollinger-Band-Region eine leicht bullische Grundtendenz. Das Paar oszilliert nun um das mittlere Bollinger-Band bei 183,53, was auf eine Konsolidierung nach dem vorherigen Anstieg hindeutet, während die weiterhin steigende Bandstruktur darauf schließen lässt, dass der zugrundeliegende Aufwärtstrend intakt bleibt. Der RSI bei 52,71 liegt knapp über der neutralen Linie und bestätigt ein moderates positives Momentum statt eines überdehnten Zustands.
Die unmittelbare Unterstützung befindet sich am mittleren Bollinger-Band bei 183,50, gefolgt von der Zone um 182,00 und dann dem 100-Tage-EMA bei rund 181,70 als strategisch wichtiger Untergrenze. Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand am jüngsten Hoch bei etwa 184,70, wobei das obere Bollinger-Band bei rund 185,80 vorerst die Oberseite begrenzt.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.