USD/CHF hat seine jüngsten Verluste vom Vortag wieder aufgeholt und notiert während der asiatischen Sitzung am Dienstag um 0,7880. Das Paar gewinnt an Boden, da der US-Dollar (USD) angesichts steigender geopolitischer Spannungen Unterstützung erhält.
US-nahe Golfstaaten nähern sich einer direkten Beteiligung am Iran-Konflikt, da Angriffe auf Energieinfrastruktur zunehmen, wobei Saudi-Arabien laut einem Bericht des Wall Street Journal auf eine mögliche militärische Wende hinweist. Israel und die USA starteten neue Angriffe auf den Iran, nachdem Teheran die Angriffe auf Golfnachbarn eskalierte und Drohungen aussprach, wobei Israel eine zweite Welle bestätigte, die Infrastruktur in Teheran zum Ziel hat.
Der Greenback stand gegenüber seinen wichtigsten Handelspartnern unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump geplante Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur um fünf Tage verschob und produktive Gespräche mit dem Iran anführte.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi bestritt jedoch jegliche Verhandlungen mit Washington. Der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, erklärte am Montag ebenfalls, dass keine Verhandlungen mit den USA stattgefunden hätten. Unterdessen erklärte der hochrangige Militärberater Mohsen Rezaei, dass der Konflikt andauern werde, bis der Iran eine vollständige Entschädigung für die entstandenen Schäden erhalte.
Auf der Datenfront warten Händler auf die vorläufigen S&P Global US Purchasing Managers’ Index (PMI)-Daten für März, die später am Tag veröffentlicht werden. Die Schweizer ZEW-Umfrage – Erwartungen für März und das SNB-Quartalsbulletin für das erste Quartal werden am Mittwoch im Fokus stehen.
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.