AUD/USD handelt am Freitag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 0,7040 und liegt damit im Tagesverlauf 0,68 % im Minus, da das Paar trotz unterstützender inländischer Faktoren in Australien durch eine Rückkehr der Safe-Haven-Nachfrage unter Druck gerät.
Der Australische Dollar (AUD) wird diese Woche weiterhin von der Entscheidung der Reserve Bank of Australia (RBA) am Dienstag gestützt, den Official Cash Rate um 25 Basispunkte auf 4,10 % anzuheben, was die zweite Zinserhöhung in Folge in diesem Jahr darstellt. Gouverneurin Michele Bullock erklärte, dass die Inflation weiterhin zu hoch sei, und warnte vor möglichen Zweitrundeneffekten durch steigende Energiekosten angesichts der Spannungen im Nahen Osten. Starke Arbeitsmarktdaten mit besser als erwarteten Beschäftigungszuwächsen und einer stabilen Arbeitslosenquote im Februar untermauern zudem die Ansicht der Zentralbank, dass die Wirtschaft eine restriktivere Geldpolitik verkraften kann.
Diese unterstützenden Faktoren für den Aussie werden am Freitag jedoch von einem breiteren Risikoaversion-Umfeld überschattet. Die Eskalation des Krieges im Nahen Osten schürt Befürchtungen über eine langanhaltende Störung wichtiger Energieinfrastrukturen. In diesem Kontext verlagern Anleger ihre Mittel in sichere Häfen, insbesondere den US-Dollar (USD).
Analysten der Scotiabank heben hervor, dass der Greenback an breiter Stärke gewinnt, da die Märkte geopolitische Risiken und Zentralbankpfade neu bewerten. Steigende Anleiherenditen und anhaltende Unsicherheit stützen den US-Dollar zusätzlich und belasten zyklische Währungen wie den AUD. Laut der Bank ähneln die aktuellen Marktdynamiken den frühen Phasen des Konflikts, die durch eine starke Nachfrage nach dem USD gekennzeichnet sind.
Unterdessen hält die Federal Reserve (Fed) eine vorsichtige Haltung ein und signalisiert nur eine sehr graduelle geldpolitische Lockerung. Nach Angaben von Nordea erwarten die Märkte nun begrenzte Zinssenkungen im mittelfristigen Zeitraum, was die relative Attraktivität des US-Dollars in einem Umfeld erhöhter globaler Unsicherheit weiter steigert.
Insgesamt bleibt AUD/USD trotz solider inländischer Fundamentaldaten und einer restriktiveren Geldpolitik in Australien unter Druck, da geopolitische Risiken und Safe-Haven-Ströme weiterhin die Marktstimmung dominieren.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Australischer Dollar (AUD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Australischer Dollar war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.38% | 0.77% | 0.89% | -0.07% | 0.67% | 0.59% | 0.10% | |
| EUR | -0.38% | 0.40% | 0.50% | -0.45% | 0.29% | 0.21% | -0.27% | |
| GBP | -0.77% | -0.40% | 0.11% | -0.85% | -0.11% | -0.20% | -0.67% | |
| JPY | -0.89% | -0.50% | -0.11% | -0.94% | -0.22% | -0.31% | -0.77% | |
| CAD | 0.07% | 0.45% | 0.85% | 0.94% | 0.73% | 0.65% | 0.18% | |
| AUD | -0.67% | -0.29% | 0.11% | 0.22% | -0.73% | -0.09% | -0.57% | |
| NZD | -0.59% | -0.21% | 0.20% | 0.31% | -0.65% | 0.09% | -0.47% | |
| CHF | -0.10% | 0.27% | 0.67% | 0.77% | -0.18% | 0.57% | 0.47% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Australischer Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als AUD (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.