Der Australische Dollar setzte seine Gewinne am zweiten Tag in Folge fort, nachdem die Reserve Bank of Australia die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht hatte, wie erwartet. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert AUD/USD bei 0,7104, ein Plus von 0,48%.
Die nordamerikanische Sitzung am Dienstag war geprägt von einer Verbesserung der Risikobereitschaft, wobei die Wall Street den Tag mit Gewinnen von 0,10% bis 0,47% abschloss, bevor die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve bekannt gegeben wurde. Der Greenback verzeichnete an zwei aufeinanderfolgenden Tagen rückläufige Tendenzen und verlor in der Woche fast 1% und 0,29% am Tag, laut dem US-Dollar-Index (DXY).
Der DXY, der die Leistung des Dollars gegenüber sechs anderen Währungen misst, liegt bei 99,57.
Früher erhöhte die RBA die Zinsen auf 4,10% bei einer knappen Abstimmung von 5-4, was laut RBA-Gouverneurin Michelle Bullock den Zeitpunkt und nicht die Richtung der Geldpolitik widerspiegelt. Bullock fügte hinzu: „Wir hatten in den letzten zwei Tagen eine sehr robuste Diskussion darüber, ob wir bis Mai abwarten sollten“, um mehr Daten und Sicherheit bezüglich des Konflikts im Nahen Osten zu erhalten.
Die US-Arbeitsmarktdaten zeigen, dass der 4-Wochen-Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsänderungen von 14,75K auf 9K gefallen ist, während die ausstehenden Hausverkäufe im Februar um 1,8% im Vergleich zum Vormonat gestiegen sind, nachdem sie im Januar um 1% gefallen waren.
Der Fokus der Händler liegt auf dem geldpolitischen Treffen der Federal Reserve, das am 17. März begann und am Mittwoch mit einer geldpolitischen Erklärung und aktualisierten Wirtschaftsprognosen endet.
Die Geldmärkte erwarten, dass die Fed die Zinsen im März stabil hält, wobei nur eine Zinssenkung um 25 Basispunkte später in diesem Jahr erwartet wird. Die Anleger beobachten auch die Pressekonferenz von Vorsitzendem Jerome Powell nach dem Treffen.
Im Tageschart notiert AUD/USD bei 0,7104. Die kurzfristige Tendenz ist leicht bullisch, da der Kurs gut über den gruppierten 50/100/200-Tage-Durchschnittswerten nahe 0,69 liegt und den breiteren Aufwärtstrend intakt hält. Die Abfolge höherer Schlusskurse entlang der steigenden Trendlinien von 0,6673 und 0,6897 bestätigt, dass die Käufer weiterhin flache Rücksetzer verteidigen. Der RSI um 55 bleibt über seiner Mittellinie und hat sich von dem Rückgang unter 50 in der letzten Woche erholt, was auf ein stetiges, nicht erschöpftes Aufwärtsmomentum hinweist, das einen weiteren Versuch nach oben begünstigt, solange die Aufwärtstrendstruktur unbeschädigt bleibt.
Die erste Unterstützung liegt im Bereich der zuletzt steigenden Trendlinie um 0,7040, gefolgt von dem Rücksetzer-Tief der letzten Woche nahe 0,6980, wo auch die untere aufsteigende Unterstützung von 0,6897 konvergiert. Ein Bruch unter 0,6980 würde die Region 0,6900 exponieren, wo die gruppierten gleitenden Durchschnitte eine stärkere Nachfragezone bieten. Auf der Oberseite steht unmittelbarer Widerstand bei dem Hoch von Montag bei 0,7150, wobei ein täglicher Schlusskurs über dieser Schwelle den Weg zur Region 0,7210 öffnet, die durch die projizierte Erweiterung der oberen Unterstützungstrendlinie definiert ist und sich in eine potenzielle Angebotszone verwandeln könnte.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.