Das EUR/JPY-Paar verzeichnet am Dienstag in der frühen europäischen Sitzung moderate Verluste um 183,90. Der japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem Euro (EUR), da steigende geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Nachfrage nach sicheren Anlagen erhöhen. Darüber hinaus tragen hawkische Äußerungen von Entscheidungsträgern der Bank of Japan (BoJ) zur Aufwertung des JPY bei.
Händler warten auf die vorläufige Lesung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) aus der Eurozone, die später am Dienstag fällig ist. Jegliche Anzeichen für eine höhere Inflation in der Region könnten den EUR kurzfristig gegenüber dem JPY stärken.
Im Tageschart zeigt sich EUR/JPY kurzfristig leicht bärisch, da der Preis zurück in den Bereich von 183,25–183,50 rutscht, nachdem er nicht in der Lage war, die Gewinne über die jüngsten Höchststände nahe 186,00 auszudehnen. Die täglichen Schlusskurse bleiben über dem 100-Tage-Exponential Moving Average (EMA) um 181,20, was den breiteren Aufwärtstrend intakt hält, aber die Abflachung der Bollinger-Mittellinie nahe 183,40 und die Preisschwankungen um diese Linie signalisieren ein Nachlassen des Aufwärtsmomentums. Der RSI schwebt in den niedrigen 50er-Bereichen, nachdem er von stärkeren Werten zurückgegangen ist, was auf nachlassenden bullischen Druck und nicht auf eine klare Verkaufsstärke hinweist.
Die erste Unterstützung entsteht um die Bollinger-Mittellinie und die jüngsten Reaktions-Tiefs bei 183,40, gefolgt von stärkerer Unterstützung bei 182,50 und dann dem 100-Tage-EMA nahe 181,20, wo die breitere bullische Struktur getestet werden würde. Auf der Oberseite steht der unmittelbare Widerstand bei 185,00, wobei ein Durchbruch 186,00 und dann das obere Bollinger-Band nahe 186,25 freilegen würde. Solange EUR/JPY unter 185,00 bleibt, begünstigt das Risiko eine weitere Konsolidierung oder ein Abdriften in Richtung 182,50, während ein täglicher Schlusskurs über 186,00 den breiteren bullischen Trend wiederbeleben würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.