Die Bank of England (BoE) hielt die Zinsen bei ihrem Treffen im Februar mit einem knappen 5-4-Votum bei 3,75%, wobei vier Mitglieder für eine Senkung plädierten. Die britischen Daten dieser Woche haben den dovishen Fall verstärkt: Der Arbeitsbericht vom Dienstag zeigte, dass die Arbeitslosigkeit auf 5,2% anstieg, während die Beschäftigung um 30.000 zurückging, während der Verbraucherpreisindex (CPI) am Mittwoch bestätigte, dass die Inflation auf 3% gefallen ist. Die Einzelhandelsumsätze und die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das Vereinigte Königreich am Freitag werden testen, ob sich der Abschwung verbreitet.
Auf der Seite des japanischen Yens hielt die BoJ im Januar bei 0,75%, aber das Vorstandsmitglied Masu erklärte in diesem Monat, dass weitere Zinserhöhungen erforderlich sind, um die Politik zu normalisieren. Die Märkte rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 80% für einen Schritt im April, und der Yen hat Unterstützung aus dieser Erwartung sowie aus der Botschaft von Premierministerin Takaichi zur fiskalischen Disziplin gefunden. Die Kombination aus einem dovishen Ausblick der BoE und einer allmählich strafferen BoJ schafft einen strukturellen Gegenwind für das Währungspaar.
Auf dem Tages-Chart hat GBP/JPY in der vergangenen Woche stark verkauft, fiel von der 214,00er Zone und handelt am Donnerstag nahe 208,55. Das Paar hat entscheidend unter den 50-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 210,05 gebrochen, der erste nachhaltige Bruch unter diesem Niveau seit der Rallye von den Tiefstständen Ende Dezember nahe 211,00. Der 200-Tage-EMA bei 204,00 zeigt weiterhin einen Aufwärtstrend, liegt jedoch deutlich darunter, sodass die langfristige Struktur weiterhin bullish ist, aber das kurzfristige Bild sich verschlechtert hat.
Der Stochastische Oszillator ist tief in den überverkauften Bereich gefallen, was darauf hindeutet, dass das Verkaufs-Momentum stark ist, aber eine Erholungsbewegung entstehen könnte, wenn das Paar die 208,00er Zone hält. Die letzten Sitzungen zeigen eine Folge von bärischen Kerzen mit sich ausdehnenden Körpern, was auf eine wachsende Verkaufsüberzeugung nach den schwachen britischen Daten hinweist. Die unmittelbare Unterstützung liegt beim Jahrestief nahe 207,24, gefolgt von 206,00 und der runden Marke von 205,00. Der Widerstand liegt beim 50-Tage-EMA nahe 210,00; eine Rückeroberung dieses Niveaus wäre erforderlich, um das technische Bild zu stabilisieren.

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.