Die Dow Jones-Futures steigen um 0,06% auf etwa 49.750 während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag. Die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures gewinnen 0,22% bzw. 0,34% und handeln zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nahe 6.910 und 25.000.
US-Index-Futures bewegen sich nach den Gewinnen der Wall Street in der vorherigen Sitzung nach oben, unterstützt durch eine Erholung der Technologiewerte. In der regulären US-Sitzung am Mittwoch stieg der Dow Jones um 0,26%, der S&P 500 gewann 0,56% und der Nasdaq 100 kletterte um 0,78%.
Nvidia legte um 1,6% zu, nachdem Meta Platforms Pläne angekündigt hatte, Millionen seiner Chips in einem neuen Rechenzentrum einzusetzen. Micron Technology sprang um 5,3%, während Amazon um 1,8% zulegte. Auch Energie- und Finanzaktien gehörten zu den besten Sektorperformern. Die Händler richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die Quartalszahlen von Walmart, um weitere Einblicke in die Verbraucherausgaben und die allgemeine wirtschaftliche Lage zu erhalten.
US-Aktien gewannen an Boden, da sich die Marktstimmung verbesserte, nachdem die Protokolle der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) im Januar darauf hindeuteten, dass fast alle Entscheidungsträger eine Beibehaltung der Zinssätze unterstützten, während nur wenige eine Senkung bevorzugten, und die Beamten signalisierten, dass sie offen für eine Lockerung wären, wenn die Inflation wie erwartet nachlässt.
Die Märkte reduzierten moderat die Wetten auf Zinssenkungen der Fed, erwarten jedoch weiterhin zwei Senkungen um 25 Basispunkte später im Jahr. Das CME FedWatch-Tool deutet darauf hin, dass die Fed die Zinssätze in der aktuellen Spanne von 3,50%-3,75% in den geldpolitischen Sitzungen im März und April unverändert lassen wird.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.