Australischer Dollar steigt im Vorfeld der RBA-Fed-Protokolle auf nahe 0,7090

Quelle Fxstreet
  • Der australische Dollar erholt sich gegenüber dem US-Dollar nach einer zweitägigen Korrektur.
  • Anleger warten auf die Protokolle der RBA und der Fed sowie auf die australischen Arbeitsmarktdaten.
  • Es wird erwartet, dass australische Arbeitgeber im Januar 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen haben.

Das Paar AUD/USD gewinnt nach einer zweitägigen Korrektur an Boden und liegt während der europäischen Handelszeit am Montag um 0,2% bei etwa 0,7090. Das Aussie-Paar gewinnt, da der australische Dollar (AUD) sich erholt, während die Anleger auf die Veröffentlichung der Protokolle der Reserve Bank of Australia (RBA) am Dienstag warten.

In der geldpolitischen Sitzung Anfang dieses Monats stellte RBA-Gouverneurin Michele Bullock bereits klar, dass der geldpolitische Kurs auf der Aufwärtsseite bleiben wird, solange die Risiken für Preisdruck nach oben gerichtet sind, nachdem der Offizielle Geldsatz (OCR) um 25 Basispunkte (bps) auf 3,85% angehoben wurde.

In dieser Woche werden sich die Anleger auch auf die australischen Arbeitsmarktdaten für Januar konzentrieren, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Es wird erwartet, dass die Daten zeigen, dass die Wirtschaft 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, was weniger ist als die 65.200 im Dezember. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich auf 4,2% steigen, nach zuvor 4,1%.

Unterdessen handelt der US-Dollar (USD) ruhig in einer Feiertagsmarktstimmung in den Vereinigten Staaten (US) aufgrund des Presidents' Day. Zum Zeitpunkt der Presse lag der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, leicht höher bei etwa 97,00.

In dieser Woche werden sich die Anleger auf die Protokolle des Offenmarktausschusses der Federal Reserve (FOMC) für die Januarsitzung konzentrieren, die am Mittwoch veröffentlicht werden.

 

Zentralbanken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zentralbanken wie die US-Notenbank oder die Europäische Zentralbank haben die Aufgabe, Preisstabilität zu gewährleisten. Dies erreichen sie, indem sie die Zinsen anpassen und so die Inflation kontrollieren.

Zentralbanken haben ein zentrales Instrument, um die Inflation zu steuern: den Leitzins. Zu festgelegten Terminen veröffentlicht die Bank ihre Zinsentscheidung, in der sie den Leitzins entweder beibehält, senkt oder anhebt. Dies beeinflusst die Zinssätze von Sparguthaben und Krediten, was wiederum Auswirkungen auf das Spar- und Investitionsverhalten der Wirtschaft hat. Zinserhöhungen werden als geldpolitische Straffung bezeichnet, Zinssenkungen als geldpolitische Lockerung.

Eine Zentralbank agiert häufig unabhängig von der Politik. Bevor Mitglieder in den geldpolitischen Rat berufen werden, durchlaufen sie verschiedene Anhörungen und Prüfungen. Jedes Mitglied bringt dabei seine eigene Überzeugung mit, wie die Zentralbank Inflation steuern und die Geldpolitik gestalten sollte. Befürworter einer lockeren Geldpolitik, die niedrige Zinsen und günstige Kredite fördern, um das Wirtschaftswachstum anzutreiben – selbst auf Kosten einer leicht über 2 % liegenden Inflation –, werden als „Tauben“ bezeichnet. „Falken“ hingegen bevorzugen höhere Zinsen, um Sparen zu belohnen, und sehen es als ihre Priorität, die Inflation unter Kontrolle zu halten, bis sie bei oder unter 2 % liegt.

Normalerweise wird jede Sitzung einer Zentralbank von einem Vorsitzenden oder Präsidenten geleitet, der zwischen den verschiedenen Lagern – den sogenannten „Falken“ und „Tauben“ – einen Konsens herstellen muss. Kommt es zu einem Patt bei der Abstimmung, entscheidet der Vorsitzende und verhindert so eine 50:50-Stimmengleichheit über mögliche geldpolitische Anpassungen. Der Vorsitzende hält zudem regelmäßig öffentliche Reden, in denen die aktuelle geldpolitische Ausrichtung und zukünftige Erwartungen kommuniziert werden – diese können oft live mitverfolgt werden. Das Ziel einer Zentralbank ist es, ihre geldpolitischen Maßnahmen umzusetzen, ohne dabei heftige Schwankungen bei Zinssätzen, Aktienmärkten oder der eigenen Währung auszulösen. Bereits vor geldpolitischen Sitzungen geben die Mitglieder ihre Einschätzungen indirekt an die Märkte weiter. In den letzten Tagen vor einer Sitzung herrscht jedoch eine „Blackout-Periode“, während der die Mitglieder keine öffentlichen Äußerungen machen dürfen, bis die neuen Maßnahmen offiziell verkündet wurden.

 

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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