EUR/USD schwankte, blieb jedoch relativ stabil innerhalb der bereits bestehenden Preisspanne vom Mittwoch, nachdem die Federal Reserve (Fed) angekündigt hatte, die Zinssätze im Bereich von 3,5-3,75% zu belassen und ihren datengestützten Ansatz zu betonen.
Die Marktaktivität wird voraussichtlich vorsichtig bleiben, da die Investoren gespannt auf Äußerungen von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell warten. Er wird unter Beobachtung stehen, da die Marktteilnehmer nach Änderungen in seinen politischen Aussagen nach der Pressekonferenz der Fed suchen. Darüber hinaus gibt es wachsendes Interesse an Fragen im Zusammenhang mit der laufenden strafrechtlichen Untersuchung des Justizministeriums (DOJ) gegen Fed-Vorsitzenden Powell. Diese Untersuchung wurde von der Trump-Administration eingeleitet, angeblich als eine Form der Vergeltung dafür, dass keine Zinssenkungen in einem Tempo geliefert wurden, das den aktuellen Präsidenten zufriedenstellt.
Das DOJ hat eine Vorladung an Fed-Vorsitzenden Powell bezüglich der Ausgaben der Zentralbank für eine geplante Überholung eines Regierungsbüros erlassen. Die meisten der Ausgaben für diese Renovierung wurden ursprünglich während Trumps erster Amtszeit genehmigt.

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Mi Jan. 28, 2026 19:00
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Quelle: Federal Reserve