Der Kanadische Dollar (CAD) startet die Woche in einem komplexen Mix aus Handelsunsicherheit und makroökonomischen Signalen. Erneute Zollbedrohungen der USA, die mit Kanadas Beziehung zu China verbunden sind, haben das Risiko in den Devisenmärkten erhöht, auch wenn kanadische Beamte versucht haben, die Ängste vor einer kurzfristigen Eskalation zu beruhigen. Während Investoren skeptisch erscheinen, dass extreme Handelsmaßnahmen schnell umgesetzt werden, reicht die Rhetorik allein aus, um den Loonie empfindlich gegenüber politischen Entwicklungen und der allgemeinen Risikostimmung zu halten.
Die Aufmerksamkeit liegt auch fest auf der Geldpolitik. Die Bank of Canada (BoC) wird voraussichtlich die Zinsen unverändert lassen, aber die Märkte werden ihre Erklärung und den Ton genau analysieren, um Hinweise darauf zu erhalten, wie die Entscheidungsträger externe Handelsrisiken gegen das inländische Wachstum und die Inflationstrends abwägen. Auf der anderen Seite der Grenze hat ein dicht gedrängter US-Wirtschaftskalender, der Wachstums-, Inflations- und arbeitsbezogene Daten umfasst, das Potenzial, die Erwartungen hinsichtlich des geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed) zu verschieben, was direkte Auswirkungen auf die US-Dollar-Seite des USD/CAD-Paares hat.
Der Kanadische Dollar hat nach einer fünf-tägigen Gewinnserie gegen den schwächelnden Greenback eine langsame Phase erreicht. USD/CAD fiel auf die niedrigsten Gebote seit einem Monat, bevor er kurzfristige Unterstützung bei der 1,3700-Marke fand.
Die anhaltende Schwäche des US-Dollar-Index (DXY) hilft weiterhin den Loonie-Märkten und neigt die Gesamtwahrscheinlichkeiten zugunsten eines anhaltenden CAD-Bullenlaufs, aber die Region um 1,3600 bleibt ein langfristiges Hindernis. Überkaufte/verkaufte Muster auf den täglichen Kerzen machen ein schwaches Argument für eine technische Erholung in den Bereich von 1,4000 in den kommenden Monaten.

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.