Das Pfund ist auf den mittleren Bereich von 123,00 zurückgefallen und wird zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels bei 213,47 gegenüber dem JPY gehandelt, nachdem es um mehr als 200 Pips geschwankt war, als der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuho Ueda, seine Pressekonferenz beendete, auf der Gerüchte über eine Yen-Intervention aufkamen.
Die japanischen Behörden geben keine Infos über Interventionen an den Devisenmärkten raus, daher kann man nicht sagen, ob die jüngsten Yen-Bewegungen darauf zurückzuführen sind.
Zuvor hatte Ueda gesagt, dass die aktuelle Geldpolitik locker bleibt und die Inflation sich der 2 %-Marke nähert, was auf weitere Zinserhöhungen hindeutet. Der Gouverneur der BoJ bekräftigte außerdem, dass die Bank die Auswirkungen früherer Zinserhöhungen bewerten müsse, bevor sie die Geldpolitik weiter straffe. Diese Äußerungen konnten den Yen jedoch nicht nennenswert stützen.
Die BoJ beließ ihren Leitzins wie allgemein erwartet bei 0,75 %, nachdem sie ihn im Dezember um 25 Basispunkte angehoben hatte, wodurch die Zinsen ihren höchsten Stand seit 30 Jahren erreichten.
In Großbritannien übertrafen die Einzelhandelsumsätze im Dezember die Erwartungen. Die am Freitag von der nationalen Statistikbehörde veröffentlichten Zahlen zeigten, dass der Einzelhandelskonsum nach einem Rückgang von 0,1 % im November um 0,4 % gestiegen ist, während der Markt einen weiteren Rückgang von 0,1 % erwartet hatte.
Im Jahresvergleich stiegen die Einzelhandelsumsätze um 2,5 %, nachdem sie im November um 1,8 % gestiegen waren, was gegenüber der vorherigen Schätzung von 0,6 % nach oben korrigiert wurde. Die Auswirkungen dieser Zahlen auf das Pfund waren jedoch gering.