WTI steigt über 59,50 USD, da die Schwäche des US-Dollars die Sorgen um das Angebot ausgleicht

Quelle Fxstreet
  • Der WTI-Preis driftet am Freitag im frühen europäischen Handel auf etwa 59,85 USD nach oben. 
  • Trump milderte die Drohungen gegenüber Grönland, was den WTI-Preis unterstützte. 
  • Die US-Rohöllagerbestände zeigten in der vergangenen Woche einen größeren als erwarteten Anstieg. 

West Texas Intermediate (WTI), die US-Rohöl-Benchmark, wird am Freitag während der frühen europäischen Handelsstunden bei rund 59,85 USD gehandelt. Der WTI-Preis steigt angesichts eines schwächeren US-Dollars (USD) und einer Risikobereitschaft in den breiteren Märkten. 

Der USD schwächt sich über alle Bereiche hinweg ab, nachdem US-Präsident Donald Trump die Zollandrohungen fallen ließ und eine gewaltsame Aneignung Grönlands ausschloss, was dazu beiträgt, die nervösen Märkte zu beruhigen. Trump fügte hinzu, dass die USA und die Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) den Rahmen für einen zukünftigen Deal bezüglich Grönlands gebildet hätten.

"Die Schwäche des US-Dollars bietet Unterstützung für die Preise," sagte Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstrategie bei ING Groep NV. "Die Marktausblicke bleiben bärisch, aber die Vielzahl an geopolitischen und Versorgungsrisiken bedeutet, dass sich die Aussichten auf niedrigere Preise länger hinziehen."

Die US-Rohöllagerbestände stiegen in der vergangenen Woche, was den WTI-Preis nach unten ziehen könnte. Laut dem wöchentlichen Bericht der US-Energieinformationsbehörde (EIA) stiegen die Rohölvorräte in den USA in der Woche bis zum 16. Januar um 3,602 Millionen Barrel, verglichen mit einem Anstieg von 3,391 Millionen Barrel in der Vorwoche. Der Marktkonsens schätzte, dass die Bestände um 1,1 Millionen Barrel zunehmen würden.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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