Der Euro (EUR) bewegt sich in einer extrem engen Handelsspanne und startet am Donnerstag unverändert zum US-Dollar (USD) in den nordamerikanischen Handel. Im Kreis der G10-Währungen zeigt sich die Gemeinschaftswährung damit als Mittelfeldakteur in einem insgesamt uneinheitlichen Marktumfeld, berichten die Devisenstrategen Shaun Osborne und Eric Theoret von Scotiabank.
„Der Ausblick auf die relative Geldpolitik der Zentralbanken hat sich zuletzt etwas abgeschwächt. Hintergrund ist die moderat veränderte Kommunikation der EZB in dieser Woche, nachdem die Währungshüter nach einer im Dezember erkennbaren etwas restriktiveren Haltung wieder zu einem insgesamt neutralen geldpolitischen Kurs zurückgekehrt sind. Die nächste EZB-Sitzung findet am 5. Februar statt, eine Zinspause wird allgemein erwartet.“
„Der RSI ist auf knapp über die neutrale Marke von 50 zurückgefallen, während sich die jüngste Konsolidierung knapp oberhalb des 50-Tage-Durchschnitts bei 1,1669 abspielt. Die jüngste Kursentwicklung hat zudem eine wichtige Unterstützung im Bereich des 200-Tage-Durchschnitts bei 1,1595 bestätigt, oberhalb der früheren Handelsspannen-Unterstützung um 1,15.“
„Die seit Juni bestehende Seitwärtsbewegung bleibt das prägendste Merkmal des Euro, wobei der Widerstand im Bereich des Dezemberhochs liegt und grob mit der Marke von 1,18 zusammenfällt. Kurzfristig rechnen wir weiterhin mit einer Handelsspanne zwischen 1,1650 und 1,1750.“