Der kanadische Dollar (CAD) zeigt sich im bisherigen Handelsverlauf nahezu unverändert. Zwar könnten sich die Märkte kurzfristig wieder stärker auf fundamentale Faktoren konzentrieren, doch die anhaltenden geopolitischen Spannungen bleiben für den CAD ein Belastungsfaktor, berichten die Devisenstrategen Shaun Osborne und Eric Theoret von der Scotiabank.
„Die Rohölpreise geben im Tagesverlauf nach (zugleich weiten sich die Spreads für kanadisches Rohöl aus, da sich erneut Engpässe bei der Pipeline-Kapazität abzeichnen) und gleichen damit die verbesserte Risikostimmung an den Aktienmärkten aus. Der faire Wert des CAD liegt bei 1,3794 und damit nahe dem gestrigen Tagestief sowie ausreichend nah am aktuellen Kursniveau, um darauf hinzuweisen, dass das Aufwärtspotenzial des CAD im derzeitigen Umfeld begrenzt ist – ceteris paribus.“
„Die Gewinne des CAD haben sich gestern bis in den oberen Bereich von 1,37 ausgeweitet und damit unser kurzfristiges technisches Kursziel faktisch erreicht. Der schnelle Anstieg des US-Dollars vom Intraday-Tief deutet darauf hin, dass die kurzfristige Abwärtsbewegung zumindest vorerst zum Stillstand gekommen ist.“
„Die Kassakurse haben Mühe, sich über den unteren bis mittleren Bereich von 1,38 hinaus zu etablieren (200-Tage-Durchschnitt bei 1,3837). Erst ein Anstieg über 1,3845/50 würde auf eine Rückkehr in die Zone um 1,39 hindeuten. Unterstützungen liegen unterhalb von 1,3780/90 sowie bei 1,3750 und 1,3720.“