Die vorläufigen deutschen und Eurozone Flash HCOB Einkaufsmanagerindizes (EMI) für Januar werden heute um 08:30 und 09:00 GMT veröffentlicht.
Unter den Volkswirtschaften der Eurozone haben die deutschen und der Composite Eurozone EMI-Bericht eine größere Relevanz, sowohl hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die europäische Währung als auch auf die damit verbundenen Märkte.
Der Flash Composite EMI für Deutschland wird aufgrund einer Verbesserung sowohl in der Fertigungs- als auch in der Dienstleistungssektoraktivität voraussichtlich höher ausfallen. Im Dezember lag der Composite EMI bei 51,3.
Der vorläufige Dienstleistungs-EMI wird bei 53 gesehen, höher als 52,7 im Dezember. Der Fertigungs-EMI wird voraussichtlich erneut geschrumpft sein, jedoch in langsamerem Tempo, auf 48,0 von zuvor 47,0. Ein Wert unter der Schwelle von 50,0 wird als Rückgang der Geschäftstätigkeit betrachtet.
Die Prognose für den Eurozone Flash Composite EMI zeigt ebenfalls, dass die gesamte Produktion im privaten Sektor im Januar schneller zugenommen hat, angetrieben durch Verbesserungen sowohl im Fertigungs- als auch im Dienstleistungssektor. Der Dienstleistungs-EMI wird bei 52,8 gesehen, nach 52,4 im Dezember. Wie der deutsche Fertigungs-EMI hat auch die Fertigungstätigkeit im alten Kontinent geschrumpft, jedoch in moderatem Tempo auf 49 von der vorherigen Veröffentlichung von 48,8.
Zeichen von Stärke in der gesamten Geschäftstätigkeit aus den deutschen/Eurozone Flash-EMI-Daten wären günstig für den Euro (EUR), während schwache Zahlen als Belastung für die gemeinsame Währung wirken würden.

EUR/USD handelt nahe dem Drei-Wochen-Hoch von 1,1769 zum Zeitpunkt des Schreibens. Das Hauptwährungspaar handelt innerhalb eines symmetrischen Dreiecks auf dem Tages-Chart, was auf eine breitere Volatilitätskontraktion hinweist. Der Preis liegt nahe der oberen Begrenzung des Volatilitätskontraktionsmusters um 1,1770, das von dem mehrjährigen Hoch von 1,1919, das am 17. September erreicht wurde, abgeleitet ist.
Der 20-Tage Exponential Moving Average (EMA) bei 1,1690 zeigt nach oben, und der Preis hält sich darüber, was die kurzfristige Erholung aufrechterhält. Ein Schlusskurs über dem 20-Tage EMA würde die bullische Tendenz bewahren. Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bei 59,44 signalisiert festes Momentum.
Nach oben gerichtet könnte das Paar auf 1,1800 und 1,1900 zusteuern, nachdem ein entscheidender Ausbruch über das Hoch vom 20. Januar bei 1,1769 erfolgt ist. Auf der Oberseite wird der 20-Tage EMA als wichtige Unterstützung für das Paar fungieren.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Die deutsche Wirtschaft hat aufgrund ihrer Größe und Bedeutung innerhalb der Eurozone einen erheblichen Einfluss auf den Euro. Eine starke Wirtschaftsentwicklung in Deutschland wirkt oft stützend auf den Euro, während eine Schwächephase die Gemeinschaftswährung belastet.
Deutschland ist die größte Volkswirtschaft der Eurozone und damit ein einflussreicher Akteur in der Region. Während der Eurokrise 2009-2012 spielte Deutschland eine Schlüsselrolle bei der Einrichtung von Rettungsfonds zur Unterstützung verschuldeter Länder und trieb den „Fiskalpakt“ voran.
Bunds sind von der deutschen Regierung ausgegebene Staatsanleihen, die regelmäßige Zinszahlungen, sogenannte Kupons, an ihre Inhaber leisten. Am Ende der Laufzeit wird der vollständige Nennwert der Anleihe zurückgezahlt. Da Deutschland die größte Volkswirtschaft der Eurozone stellt, dienen Bunds als maßgeblicher Referenzpunkt für andere europäische Staatsanleihen. Langfristige Bunds gelten als besonders sichere Anlage, da sie durch das Vertrauen und die Kreditwürdigkeit des deutschen Staates gestützt werden. Aus diesem Grund werden sie von Investoren in Krisenzeiten als sicherer Hafen betrachtet, während ihr Wert in Phasen wirtschaftlicher Stabilität tendenziell fällt.
Die Renditen deutscher Bundesanleihen, die sogenannten Bund Yields, geben an, welche jährliche Rendite ein Anleger beim Halten dieser Staatsanleihen erwarten kann. Wie bei anderen Anleihen erhalten Investoren regelmäßige Zinszahlungen, den sogenannten Kupon, sowie die vollständige Rückzahlung des Nennwerts bei Fälligkeit. Während der Kupon fest ist, schwankt die Rendite, da sie die Preisentwicklung der Anleihe berücksichtigt – und damit einen realistischeren Eindruck von der tatsächlichen Rendite vermittelt. Fällt der Preis einer Bundesanleihe, steigt die Rendite, da der Kupon im Verhältnis zum Kaufpreis höher wird, und umgekehrt. Dies erklärt, warum Bund-Renditen sich entgegengesetzt zu ihren Preisen entwickeln.
Die Bundesbank ist das Herzstück der deutschen Geldpolitik und spielt eine entscheidende Rolle für die Stabilität der Wirtschaft. Ihr vorrangiges Ziel: die Inflationsrate niedrig zu halten und so für stabile Preise zu sorgen. Neben dieser Kernaufgabe überwacht die Bundesbank den Zahlungsverkehr und nimmt eine Schlüsselrolle bei der Finanzaufsicht wahr. Als eine der einflussreichsten Zentralbanken Europas ist sie bekannt für ihre konservative Haltung, die Preisstabilität stets über kurzfristiges Wirtschaftswachstum stellt. Ihre strikte Linie prägte maßgeblich die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB), die heute eine zentrale Rolle im Euro-Währungsraum spielt.