Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, sagte am späten Dienstag, dass der Grad an Unsicherheit und Volatilität sehr überraschend sei. Lagarde fügte hinzu, dass die Zentralbank die notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, um die Inflation zu kontrollieren.
Wir befinden uns in einer sehr anderen Situation als 2022.
Wir haben eine bessere Fähigkeit, Schocks zu absorbieren.
Der Grad an Unsicherheit und Volatilität ist sehr überraschend.
Der Grad an Volatilität macht es schwierig, die Situation zu managen.
Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Inflation zu kontrollieren.
Ich kann nicht genau sagen, was wir zu den Zinsen entscheiden werden.
Ich werde nicht zulassen, dass Europa die gleiche Inflation wie 2022/2023 spürt.
Wir befinden uns überhaupt nicht in einer Stagflationssituation.
Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt das EUR/USD-Paar um 0,22% im Minus bei 1,1610.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.