Gold gibt nach, da Händler vor den Arbeitsmarktdaten abwarten
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Gold handelt knapp unter 2.500 US-Dollar, da das Risiko nachlässt, die Märkte ruhig sind und der US-Dollar sich leicht erholt.
Händler warten diese Woche auf die US-Arbeitsmarktdaten, bevor sie ihre nächsten Schritte festlegen.
Das Niveau von 2.500 US-Dollar ist aus technischer Sicht entscheidend und droht unter dem bärischen Druck nachzugeben.
Gold (XAU/USD) gibt am Dienstag leicht nach und fällt in den Bereich von 2.490 US-Dollar, da eine gewisse Marktberuhigung eintritt, die die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold kaum ankurbelt.
Der US-Dollar (USD) – zu dem Gold negativ korreliert ist – verlangsamt seine Erholungsrallye und handelt am Dienstag nur geringfügig höher, da Händler vorsichtig bleiben, bevor diese Woche potenziell marktbewegende US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden.
Investoren scheinen ruhig auf die endgültigen „Testergebnisse“ für die US-Wirtschaft zu warten, bevor sie Schlussfolgerungen über den wahrscheinlichen Kurs der Federal Reserve (Fed) ziehen, insbesondere in Bezug auf die Zinssenkungen – ein Schlüsselfaktor für den Goldpreis.
Demonstrationen in Tel Aviv, die einen Waffenstillstand in Gaza fordern, nachdem sieben israelische Geiseln tot aufgefunden wurden, sowie der Aufruf zu einem Generalstreik durch israelische Arbeiter haben zumindest vorübergehend die Bedrohungslage in einem wichtigen geopolitischen Brennpunkt gemindert und tragen zu der unsicheren Ruhe auf den Märkten bei.
Goldhändler blicken auf US-Arbeitsmarktdaten
Der Goldpreis dürfte diese Woche vor allem durch die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten volatil werden. In seiner richtungsweisenden Rede in Jackson Hole lenkte Fed-Chef Jerome Powell den Fokus von der Inflation auf den fragil wirkenden Arbeitsmarkt und deutete an, dass die Abwärtsrisiken für die Beschäftigung nun größer seien als die Aufwärtsrisiken für die Inflation.
Sollten die diese Woche veröffentlichten Arbeitsmarktdaten – darunter der ISM Manufacturing Employment Index am Dienstag, die JOLTS Job Openings am Mittwoch, der ADP Employment Change, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der ISM Services Employment Index am Donnerstag sowie die Nonfarm Payrolls (NFP) am Freitag – schwächer als erwartet ausfallen und Powells Bedenken bestätigen, könnte dies zu einem Rückgang des US-Dollars (USD) und einem Anstieg des Goldpreises führen.
Die Märkte diskutieren darüber, ob die Fed im September die Zinsen um 50 Basispunkte (bps) oder nur um 25 bps senken wird. Letzteres wird voll erwartet, während die Marktchancen für Ersteres laut dem CME FedWatch Tool derzeit bei etwa 30 % liegen.
Wenn die Arbeitsmarktdaten deutlich unter den Erwartungen liegen, werden die Chancen auf eine größere Zinssenkung steigen, was den Goldpreis in den Charts ankurbeln würde. Niedrigere Zinssätze sind positiv für das Edelmetall, da sie es im Vergleich zu anderen Anlagen, die keine Zinsen abwerfen, attraktiver machen.
Technische Analyse: Test der unteren Grenze der Mini-Range
Gold (XAU/USD) testet die untere Grenze der Mini-Range, in der es seit Ende August gehandelt wird, zwischen 2.500 und 2.531 US-Dollar. Es durchbricht derzeit die untere Begrenzung und verzeichnet dabei leicht tiefere Tiefststände. Es besteht das Risiko, dass es weiter nach unten fällt und in eine neue Aktivitätszone zwischen dem abfallenden oberen Rand der alten Range-Hochs bei etwa 2.470 und 2.500 US-Dollar eintritt.
XAU/USD 4-Stunden-Chart
Das ultimative, bislang nicht erreichte Aufwärtsziel für Gold liegt jedoch bei 2.550 US-Dollar und bleibt aktiv. Dieses Ziel wurde nach dem ursprünglichen Ausbruch aus der vorherigen Range, die im Juli begann, und die aufgrund ihrer abfallenden Kanten wie ein Dreiecksmuster aussieht, berechnet.
Dieses Aufwärtsziel wurde durch die Anwendung des 0,618-Fibonacci-Verhältnisses auf die Höhe der Range oder des Dreiecks und dessen Extrapolation nach oben berechnet. Dieses Ziel ist das Mindestziel für den Fortgang eines Ausbruchs gemäß den Prinzipien der technischen Analyse.
Die mittel- und langfristigen Trends von Gold bleiben bullisch, was angesichts des Spruchs „Der Trend ist dein Freund“ bedeutet, dass die Chancen auf einen letztlich nach oben gerichteten Ausbruch steigen.
Allerdings wäre ein Ausbruch über das Allzeithoch vom 20. August bei 2.531 US-Dollar erforderlich, um eine weitere Bestätigung für eine Fortsetzung in Richtung des Ziels von 2.550 US-Dollar zu liefern.
Alternativ würde ein Rückfall in die vorherige Range das projizierte Aufwärtsziel negieren. Eine solche Bewegung würde durch einen Tagesschlusskurs unter 2.470 US-Dollar (Tief vom 22. August) bestätigt. Dies würde das Bild für Gold verändern und darauf hindeuten, dass das Edelmetall möglicherweise einen kurzfristigen Abwärtstrend beginnt.
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