TradingKey – Meta Platforms ( META) hat wesentliche Fortschritte bei der Kommerzialisierung seiner Cloud-Computing-Infrastruktur erzielt. Medienberichten zufolge befindet sich Meta in frühen Gesprächen mit dem führenden KI-Unternehmen Anthropic über die Vermietung von Rechenleistungskapazitäten aus eigenen Rechenzentren im Rahmen einer zweijährigen Partnerschaftsvereinbarung, die einen Wert von bis zu 10 Milliarden US-Dollar haben könnte. Sollte der Deal zustande kommen, wäre dies eine wegweisende Transaktion, die den Übergang von Metas Rechenleistungskapazitäten von einer rein internen Nutzung hin zu einer externen Kommerzialisierung markiert.
Beflügelt durch die Nachrichten grenzte der Aktienkurs von Meta seine Verluste von einem Minus von über 5 % im frühen Handel auf unter 2 % ein. Bei Redaktionsschluss notierte die Aktie mit einem Minus von 2,06 % bei 650,82 US-Dollar.

Quelle: TradingView
Erst wenige Tage zuvor hatte Bloomberg berichtet, dass Meta eine eigene Cloud-Computing-Infrastruktur aufbaut und die externe Vermietung von Rechenleistung als einen strategischen Schwerpunkt positioniert.
Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, wurde der Partnerschaftsvorschlag im Juni zuerst von Anthropic initiiert, und Meta prüft diesen derzeit. Während die Details der Transaktion noch angepasst werden, sieht der Vorschlag vor, dass Anthropic Meta über einen Zeitraum von zwei Jahren in monatlichen Raten bezahlen würde, wobei beide Unternehmen das Recht hätten, die Vereinbarung vorzeitig zu kündigen.
Jüngste öffentliche Äußerungen von Meta-CEO Mark Zuckerberg sendeten zudem ein klares Signal: Obwohl der Rechenleistung weiterhin Vorrang für die interne KI-Forschung und -Entwicklung eingeräumt wird, sind die Preisaufschläge am Markt für externe Rechenleistung extrem hoch. Zudem haben die Renditen einiger externer Vermietungspläne das Aufwand-Nutzen-Verhältnis interner Projekte bereits übertroffen, was eine klare kommerzielle Rentabilität belegt.
Bemerkenswert ist, dass der Umfang der von Anthropic vorgeschlagenen Beschaffung von Rechenleistung bei Meta diesmal nur ein Drittel des Volumens des Vertrags ausmacht, den das Unternehmen im Mai mit Elon Musks SpaceX abgeschlossen hat.