US-Erzeugerpreise im Juni auf breiter Front unter den Erwartungen, weiterer Beleg für eine Abkühlung der Inflation, Erwartungen für eine Zinserhöhung im Juli brechen ein

Quelle Tradingkey

TradingKey – Am 15. Juli US-Ostküstenzeit zeigten die vom US-Arbeitsministerium (Bureau of Labor Statistics) veröffentlichten Daten, dass der US-Erzeugerpreisindex (PPI) im Juni im Jahresvergleich um 5,5 % gestiegen ist. Dies lag unter den Markterwartungen von 6,2 % und dem vorherigen Wert von 6,5 %. Im Monatsvergleich fiel der PPI im Juni um 0,3 %, während der Markt eine unveränderte Entwicklung erwartet hatte und der Wert im Vormonat noch um 1,1 % gestiegen war. Der Kern-PPI ohne Lebensmittel und Energie stieg im Jahresvergleich um 4,7 % und lag damit unter den erwarteten 5,1 % sowie dem vorherigen Wert von 4,9 %. Im Monatsvergleich legte der Kern-PPI um 0,2 % zu, was ebenfalls unter den erwarteten 0,3 % und dem Vormonatswert von 0,4 % lag.

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[Quelle: U.S. Bureau of Labor Statistics]

Dies ist ein weiteres Anzeichen für einen nachlassenden Inflationsdruck in den USA, nachdem sich bereits gestern der Verbraucherpreisindex (CPI) überraschend deutlich abgekühlt hatte.

Der Erzeugerpreisindex im Juni fiel auf breiter Front niedriger aus als erwartet und knüpfte damit an die zuvor veröffentlichten CPI-Daten an. Die gestrigen Daten zeigten, dass der Verbraucherpreisindex im Juni im Monatsvergleich um 0,4 % einbrach, während die monatliche Kernrate des Verbraucherpreisindex überraschend stagnierte. Sowohl der PPI als auch der CPI sind Inflationsindikatoren, und ihre übereinstimmende Richtung bestätigt den desinflationären Trend weiter.

Mit Blick auf die Aufschlüsselung der Daten bleiben die sinkenden Energiepreise der Haupttreiber für den Rückgang des Erzeugerpreisindex. Die Benzinpreise brachen im Juni im Monatsvergleich um rund 10 % ein, und der monatliche Durchschnittspreis für Rohöl der Sorte Brent fiel von 103,7 US-Dollar pro Barrel im Mai auf 84,4 US-Dollar pro Barrel. Dies deckt sich absolut mit der Entwicklung des Energie-Subindex in den gestrigen CPI-Daten.

Nach der Veröffentlichung der Daten gingen die Wetten am Zinsfutures-Markt auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Juli weiter zurück. Das CME FedWatch Tool zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit für unveränderte Zinsen im Juli auf über 85 % gestiegen ist. Der US-Dollar-Index gab kurzfristig leicht nach, die Renditen von US-Staatsanleihen fielen und der Goldpreis legte leicht zu und notierte bei rund 4.060 US-Dollar pro Unze.

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[Quelle: TradingView]

Die Komponenten der PPI-Daten, die in enger Beziehung zum PCE-Preisindex (Persönliche Konsumausgaben) stehen, entwickelten sich ebenfalls moderat. Wichtige Kategorien wie Flugpreise, Gesundheitsdienstleistungen und Portfoliomanagement zeigten keinen erkennbaren Aufwärtsdruck bei den Preisen, was auf relativ milde PCE-Daten für den Juni hindeutet.

Der Markt erwartet, dass die Jahreswachstumsrate des PCE-Index im Juni von 4,2 % im Mai weiter auf rund 3,8 % sinken wird. Anleger beobachten gespannt, ob die PCE-Daten für Juni den Abwärtstrend vom Mai fortsetzen können.

Der Fed-Vorsitzende Kevin Warsh wird heute im weiteren Verlauf vor dem Bankenausschuss des Senats aussagen. Seine Reaktion auf diese Daten wird im Fokus des Marktinteresses stehen. Die aufeinanderfolgende Abkühlung sowohl des PPI als auch des CPI verschafft der Fed mehr Spielraum für eine abwartende Haltung.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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