Fed-Mitglied Waller: Neigt dazu, eine Beibehaltung der Geldpolitik zu unterstützen, wenn die Inflationsdaten für August Fortschritte zeigen

Quelle Fxstreet

Während seiner Rede auf der Reuters NEXT Newsmaker-Veranstaltung in Washington sagte der Gouverneur der Federal Reserve, Christopher Waller, am Donnerstag, dass er, falls die Daten zum Verbraucherpreisindex für August bestätigen, dass der Inflationsdruck nachlässt, dazu neigt, auf der geldpolitischen Sitzung im September für eine Beibehaltung des Leitzinses zu stimmen.

Waller hält eine Zinserhöhung im September im Spiel, da die Inflationsdaten weiterhin entscheidend sind

Waller von der Fed liefert eine moderat hawkische Botschaft mit bedingter Flexibilität, wie ein FXS Speechtracker-Score von 6,1 widerspiegelt, leicht unter dem historischen Durchschnitt von 6,3 und ein Signal knapp unter der etablierten Basislinie sendend. Die zentrale Aussage, dass die Politik im September wahrscheinlich unverändert bleiben wird, wenn die August-Inflation „weiter Fortschritte“ zeigt, dass aber ein „heißer“ Wert eine Zinserhöhung auslösen könnte, unterstreicht eine datenabhängige Reaktionsfunktion und eine geringe Toleranz gegenüber einer erneuten Beschleunigung der Inflation, selbst wenn Anzeichen einer Disinflation sowie ein solides BIP und ein solider Konsum anerkannt werden. Insgesamt balanciert die Rede die Anerkennung einer sich verbessernden zugrunde liegenden Inflation mit einer klaren Bereitschaft aus, erneut zu straffen, falls sich der Fortschritt umkehrt.

Der FXS Fed Sentiment Index fiel um 2,06 Punkte auf 125,38 und deutet damit auf einen leichten Pullback bei der wahrgenommenen Hawkishness im Vergleich zu den jüngsten Äußerungen hin. Da der Index jedoch weiterhin deutlich über der neutralen Schwelle von 100 liegt, bleibt die Fed trotz des Rückgangs klar im hawkischen Bereich, was mit Wallers Bereitschaft übereinstimmt, eine Zinserhöhung im September in Betracht zu ziehen, sowie mit dem etwas weicheren, aber weiterhin restriktiven Ton, den der FXS Speechtracker erfasst.

Marktreaktion

Der US-Dollar-Index (USD) steht in der amerikanischen Sitzung weiterhin unter bärischem Druck und verlor zuletzt 0,6% auf Tagesbasis auf 99,00.

Wichtige Erkenntnisse

"Wenn die Inflationsdaten für August heiß ausfallen, würde er eine Zinserhöhung im September in Betracht ziehen."

"Die Kommunikation der Reaktionsfunktion hilft der Öffentlichkeit bei der Planung."

"Er sieht in den jüngsten Daten endlich einige Anzeichen einer Disinflation."

"Es könnte nicht viel Inflationsbeschleunigung brauchen, um eine straffere Politik zu unterstützen."

"Wenn die Inflationsdaten für August zeigen, dass sich der Fortschritt umgekehrt hat, würde eine kleine Anpassung des Leitzinses helfen, sicherzustellen, dass der Fortschritt wieder einsetzt."

"Das BIP-Wachstum setzt sich in solidem Tempo fort, Kursgewinne an den Aktienmärkten sollten das Wachstum des Konsums stützen."

"Es gibt erhebliche Unsicherheit darüber, wie sich der Ausblick für Preise und Wirtschaft durch militärische Konflikte, Handelspolitik und KI verändert."

"Die Inflation liegt deutlich über dem 2%-Ziel der Fed."

"KI-Investitionen sind ein legitimer Teil des BIP; KI wird die Produktivität zuverlässig steigern."

"Erhöhte Energiepreise und Zölle sind keine wesentlichen Quellen anhaltenden Inflationsdrucks."

"Die zugrunde liegende Inflation entwickelt sich besser, als die Kernzahlen vermuten lassen."

"Der Arbeitsmarkt ist ebenfalls in zufriedenstellender Verfassung, und es wird im Arbeitsmarktbericht für August mehr vom Gleichen erwartet."

"Es gibt gewisse Aufwärtsrisiken für die Inflation, obwohl das Lohnwachstum mit der Erwartung vereinbar ist, dass sie auf 2% zurückkehrt."

"Die persönlichen Konsumausgaben, der Kern-PCE, sind nicht der beste Indikator dafür, wo die Inflation steht."

"Es gibt eine erhebliche Verbesserung mit ermutigender Geschwindigkeit bei der dreimonatigen Kerninflation."

"Ausstehende Revisionen der Schätzung der Nichtmarktpreise des Handelsministeriums könnten den 12-Monats-PCE um einige Zehntelprozentpunkte senken."

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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