USD/IDR setzt seine Verlustserie am sechsten Tag in Folge fort und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Dienstag bei rund 17.940. Das Paar wertet ab, da die indonesische Rupiah (IDR) nach positiven Marktsentimenten Unterstützung findet, nachdem bekannt wurde, dass die Projekte des Indonesia International Financial Center (PFII) Jakarta als wettbewerbsfähiges regionales Finanzzentrum positionieren sollen, indem Transaktionen in Fremdwährungen erlaubt und Englisch als Betriebssprache eingeführt wird.
Die Gewinne der indonesischen Rupiah wurden jedoch etwas begrenzt, da Händler vor der bevorstehenden geldpolitischen Entscheidung der Bank Indonesia (BI) vorsichtig agierten. Die Zentralbank begann ihre zweitägige Sitzung, nachdem sie zwischen Mai und Juni die Zinsen bereits kumulativ um 100 Basispunkte erhöht hatte, um die heimische Währung zu stärken. Weiterer Druck entstand durch steigende globale Ölpreise, die trotz der im Großen und Ganzen planmäßigen Haushaltsausführung Indonesiens für das erste Halbjahr 2026 fiskalische Bedenken schürten.
Zur vorsichtigen Stimmung trug auch Moody’s Ratings bei, die einen zurückhaltenden Ausblick für Indonesien beibehielten und auf anhaltende politische Unsicherheiten sowie Risiken für die fiskalische Nachhaltigkeit hinwiesen. Martin Petch, Vizepräsident in Moody’s Abteilung für Staatsrisiken, stellte fest, dass sich das Risikogewicht seit der Herabstufung des Ausblicks Indonesiens auf negativ im Februar leicht verschlechtert habe. Er hob hervor, dass die fiskalischen Ergebnisse für dieses und das nächste Jahr aufgrund deutlich gestiegener Subventionskosten, insbesondere nach der Eskalation des Iran-Kriegs, unter erhöhtem Druck stehen.
Der US-Dollar (USD) geriet unter Druck, da die Risikoaversion nach aufkommenden diplomatischen Signalen nachließ. Iranische Beamte berichteten, Vermittlungsvorschläge erhalten zu haben, die auf eine Deeskalation der Spannungen mit den Vereinigten Staaten abzielen, wobei Berichte sogar auf die Möglichkeit eines 10-tägigen Waffenstillstands hinwiesen.
Laut Berichten von Axios wägt US-Präsident Trump derzeit eine Entscheidung zwischen einem vorübergehenden Waffenstillstand zur Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus und dem Start einer umfassenden gemeinsamen Militärkampagne zusammen mit Israel ab, während US-Truppen weiterhin in der Region zusammengezogen werden, während die Gespräche voranschreiten.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.