Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am Freitag, dass es keine Änderung in der Haltung der Regierung gibt, dass spezifische geldpolitische Maßnahmen in der Verantwortung der Bank of Japan (BoJ) liegen.
Unterdessen erklärte Premierministerin Sanae Takaichi, dass die Regierung auf einen stabilen Rückgang des Schuldenstands im Verhältnis zum BIP abzielt und fügte hinzu, dass der Rat die Lebensmittelsteuer vor einer Entscheidung Anfang August diskutieren wird.
Keine Änderung in der Haltung der Regierung, dass spezifische geldpolitische Maßnahmen in der Verantwortung der BoJ liegen.
Wird sich nicht zu spezifischer Formulierung des bevorstehenden Wirtschaftsplans äußern, der noch mit der Regierungskoalition finalisiert wird.
Die Regierung beobachtet die täglichen Marktbewegungen und Wirtschaftsdaten genau und wird sich bemühen, den Schuldenstand Japans im Verhältnis zum BIP stabil zu senken.
Die Regierung wird darauf hinarbeiten, Missverständnisse auf den Märkten bezüglich ihrer fiskal- und geldpolitischen Haltung zu vermeiden.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung liegt USD/JPY mit einem Tagesverlust von 0,02 % bei 162,35.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.