Das Währungspaar GBP/JPY dreht zum zweiten Tag in Folge nach einem Intraday-Anstieg in die Nähe von 219,00 am Freitag nach unten und zieht sich weiter von seinem höchsten Stand seit Januar 2008 zurück, der Anfang der Woche erreicht wurde. Die Kassapreise schwächen sich im frühen europäischen Handel unter die Mitte der 218,00er-Marke ab, wobei das Abwärtspotenzial jedoch begrenzt zu sein scheint.
Die Händler bleiben angesichts von Spekulationen, dass die japanischen Behörden eingreifen werden, um die heimische Währung zu stützen, in höchster Alarmbereitschaft, was wiederum dem japanischen Yen (JPY) etwas Unterstützung bietet. Das Britische Pfund (GBP) hingegen wird durch eine moderate US-Dollar-Stärke belastet und erweist sich als ein weiterer Faktor, der Druck auf das Währungspaar GBP/JPY ausübt. Ein insgesamt unterstützendes fundamentales Umfeld könnte jedoch tiefere Verluste begrenzen, was Vorsicht bei aggressiven Bärenhändlern gebietet.
Die Kreditkosten in Japan bleiben deutlich niedriger als in anderen großen Volkswirtschaften, einschließlich Großbritannien. Tatsächlich hat die Bank of Japan (BoJ) im Juni ihren kurzfristigen Leitzins auf ein 31-Jahres-Hoch von 1,0 % angehoben, während der Leitzins der Bank of England (BoE) bei 3,75 % liegt. Dies lässt eine Lücke von rund 275 Basispunkten (bps), die groß genug ist, um die sogenannten JPY Carry Trades aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus könnten wirtschaftliche Risiken, die sich aus dem Konflikt im Nahen Osten ergeben, die Erholung des JPY begrenzen und das Währungspaar GBP/JPY stützen.
Unterdessen sollten abnehmende innenpolitische Risiken sowie der wachsende Optimismus hinsichtlich des britischen Fiskalausblicks und der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit dazu beitragen, Verluste für das GBP und das Währungspaar GBP/JPY zu begrenzen. Berichte, dass der künftige britische Premierminister Andy Burnham Shabana Mahmood zur Schatzkanzlerin ernennen könnte, milderten die Befürchtungen über aggressive Staatsverschuldung und eine starke fiskalische Expansion. Zudem zeigten am Donnerstag veröffentlichte Daten, dass die britische Wirtschaft im Mai wieder gewachsen ist.
Daher ist es ratsam, auf starke Anschlussverkäufe zu warten, bevor bestätigt wird, dass das Währungspaar GBP/JPY kurzfristig seinen Höchststand erreicht hat, und um sich auf einen bedeutenden korrigierenden Rückgang zu positionieren. Dennoch bleiben die Kassapreise auf Kurs, starke Wochengewinne zu verzeichnen, und ein anschließender Rückgang könnte weiterhin als Kaufgelegenheit gesehen werden.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Britisches Pfund (GBP) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen diese woche. Britisches Pfund war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.39% | -0.53% | 0.31% | -0.92% | -0.56% | -1.39% | -0.08% | |
| EUR | 0.39% | -0.15% | 0.72% | -0.54% | -0.23% | -1.01% | 0.32% | |
| GBP | 0.53% | 0.15% | 0.81% | -0.38% | -0.08% | -0.86% | 0.51% | |
| JPY | -0.31% | -0.72% | -0.81% | -1.31% | -0.88% | -1.74% | -0.44% | |
| CAD | 0.92% | 0.54% | 0.38% | 1.31% | 0.44% | -0.44% | 0.90% | |
| AUD | 0.56% | 0.23% | 0.08% | 0.88% | -0.44% | -0.78% | 0.45% | |
| NZD | 1.39% | 1.01% | 0.86% | 1.74% | 0.44% | 0.78% | 1.39% | |
| CHF | 0.08% | -0.32% | -0.51% | 0.44% | -0.90% | -0.45% | -1.39% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Britisches Pfund aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als GBP (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.