USD/IDR gewinnt zum dritten Mal in Folge an Boden und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Mittwoch bei rund 17.980. Das Währungspaar wertet auf, da der US-Dollar (USD) auf Erwartungen weiterer Straffungen der Fed an Stärke gewinnt.
Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Märkte ihre Erwartungen auf eine restriktivere Haltung der Federal Reserve (Fed) angepasst haben. Händler rechnen nun mit einer fast 85,5%igen Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed im Dezember, gegenüber 61% vor der FOMC-Sitzung in der vergangenen Woche.
Der US-amerikanische S&P Global Composite Einkaufsmanagerindex (EMI) stieg im Juni auf 52,2 und übertraf damit deutlich den Wert von 51,5 im Mai, was auf eine gesunde Geschäftsausweitung hinweist. Der US-Industriesektor zeigte bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, mit einem Produktionsanstieg auf 55,7 gegenüber 55,1 im Vormonat und übertraf damit die Prognosen von 54,8 deutlich. Gleichzeitig lag der Dienstleistungs-EMI bei 51,3, ein Anstieg gegenüber 50,7 im Mai und übertraf die Konsensschätzung von 51,0, was beweist, dass die Nachfrage im breiteren Dienstleistungssektor weiterhin äußerst hartnäckig ist.
Der Greenback erhält zudem Unterstützung durch die Unsicherheit rund um das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass der Iran „vollständig und vollständig“ zugestimmt habe, seine Einrichtungen für nukleare Inspektionen zu öffnen, während der iranische Außenminister Abbas Araghchi die Erwartungen schnell dämpfte und klarstellte, dass substanzielle Nuklearverhandlungen tatsächlich noch nicht begonnen hätten.
Darüber hinaus gab der Chefunterhändler Irans eine deutliche Warnung ab, dass die strategische Straße von Hormus niemals zu ihrem Status vor dem Krieg zurückkehren werde und weiterhin fest unter iranischer Aufsicht bleiben werde. Unterdessen zeigten diplomatische Bemühungen an anderer Stelle Fortschritte, als Washington eine neue Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon ausrichtete, die darauf abzielte, einen Waffenstillstand mit der vom Iran unterstützten Hisbollah zu sichern.
Der Indonesische Rupiah (IDR) steht unter Druck, da Händler vor den VPI-Daten für Juni in der nächsten Woche vorsichtig agieren, aus Angst, dass steigende Lebensmittelkosten den Inflationsdruck aufrechterhalten werden. Dies folgt auf eine starke Beschleunigung der jährlichen Inflation auf 3,08% im Mai gegenüber zuvor 2,42%. Zudem könnten große japanische Autohersteller die Produktion nach Vietnam verlagern, was zukünftige ausländische Zuflüsse in die indonesischen Märkte bedroht.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.