Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars hat der Iranische Revolutionsgarde-Korps (IRGC) den Angriff auf eine petrochemische Anlage in der nördlichen israelischen Stadt Haifa bestätigt, als Vergeltung für Israels Angriff auf eine ähnliche Anlage im Iran, berichtete The Guardian.
„Wir warnen; durch die Durchführung von Angriffen auf zivile Ziele und die gezielte Bekämpfung der Ölindustrie hat der zionistische Feind ein gefährliches Spiel begonnen, dessen Umfang alle Energieziele in der Region umfassen wird, und die Folgen für die Weltwirtschaft liegen in der Verantwortung des Hauptbrandstifters auf diesem Gebiet, der Vereinigten Staaten“, erklärte der IRGC.
Keine Reaktion im Ölpreis nach der Vergeltung des IRGC auf Israels Angriffe auf die iranische petrochemische Anlage zu beobachten. Dennoch notiert der WTI-Ölpreis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts 4,76 % höher bei rund 92,80 USD.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.