Die Ökonomen Jonathan Koh und Edward Lee von Standard Chartered haben ihre Erwartungen für den künftigen Zinspfad der philippinischen Zentralbank Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) angepasst. Eine außerplanmäßige Zinserhöhung um 50 Basispunkte vor der geldpolitischen Sitzung am 18. Juni erwarten sie nun nicht mehr. Gleichwohl rechnen sie weiterhin mit einer Anhebung um 50 Basispunkte im Juni und einem weiteren Schritt um 25 Basispunkte im August. Hintergrund sind anhaltende Inflationsrisiken sowie die Schwäche des philippinischen Peso, die die Sorge vor importierter Inflation verstärkt. Mit Zinssenkungen wird erst ab dem zweiten Quartal 2027 gerechnet.
„Wir erwarten nicht länger, dass die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) vor ihrer planmäßigen geldpolitischen Sitzung am 18. Juni eine außerplanmäßige Zinserhöhung um 50 Basispunkte beschließen wird.“
„Gleichwohl halten wir an unserer Prognose einer Zinserhöhung um 50 Basispunkte auf der Juni-Sitzung fest, gefolgt von einem weiteren Schritt um 25 Basispunkte im August, da die Inflationsrisiken zwar nachgelassen haben, aber nicht verschwunden sind.“
„Die anhaltende Abwertung des philippinischen Peso verstärkt zudem die Sorgen über importierte Inflation und stützt die restriktive Haltung der BSP.“
„Da die außerplanmäßige Zinserhöhung nicht länger zu unserem Basisszenario gehört, senken wir unsere Prognose für den Leitzins zum Jahresende 2026 auf 5,25 Prozent nach zuvor 5,75 Prozent.“
„Wir gehen weiterhin davon aus, dass diese Zinserhöhungen ab dem zweiten Quartal 2027 wieder zurückgenommen werden, sobald der Inflationsdruck überzeugender nachlässt. Dadurch dürfte der Leitzins bis Ende 2027 wieder auf 4,50 Prozent sinken.“