Der Gouverneur der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), Anna Breman, äußerte sich genau so, wie man es von einer Zentralbankerin erwarten würde, die die Zinsen gehalten hat, obwohl die Hälfte ihres eigenen Ausschusses für eine Anhebung gestimmt hat: eine übersichtliche Liste von Gründen, warum die Bank heute richtig liegt, nichts zu tun, gepaart mit einer ebenso übersichtlichen Liste von Gründen, warum sie bald definitiv etwas tun wird. Sie bekräftigte den Fokus auf die Inflation, wies das Budget als im Vergleich zu den Lieferketten und Rohöl marginal zurück und sagte, dass der Ausschuss darin übereinstimmt, dass der Leitzins künftig höher sein muss. Nur eben noch nicht, offenbar.
Für den Kiwi ist dies bereits der hawkische Halte-Charakter, der im Kurs eingepreist ist, und Bremans Äußerungen verstärken die Richtung, ohne Dringlichkeit zu signalisieren. Ihr Hinweis auf einen schwachen Arbeitsmarkt, der das Lohnwachstum dämpft, ist das entscheidende Signal, der gleiche dovishe Fluchtweg, auf den die RBNZ immer dann zurückgreift, wenn die Kosten des Handelns schwerer wiegen als die Kosten des Wartens. Das ist konsistent mit dem neuen geldpolitischen Kurs, erklärt aber auch, warum die Bank sich entschied, abzuwarten, während drei ihrer eigenen Mitglieder heute eine Bewegung wollten.
Voll fokussiert auf die Erreichung des Inflationsziels.
Lieferketten und Ölpreise werden größeren Einfluss haben als das, was im Regierungsbudget steht.
Der Ausschuss sieht weiterhin Inflationsdruck und ist sich einig, dass der Leitzins künftig höher sein muss.
Exportorientierte Unternehmen machen gute Geschäfte, sind aber besorgt über das unsichere Umfeld.
Der schwache Arbeitsmarkt wird das Lohnwachstum dämpfen.