Die Analysten von DBS Group erwarten, dass die People’s Bank of China den einjährigen Loan Prime Rate (LPR) bei 3,00 Prozent belassen wird. Hintergrund ist eine stabilere Konjunkturentwicklung sowie eine Verbesserung der Preisdynamik. Dem Bericht zufolge stützt die Auslandsnachfrage die Industrieproduktion, während sich die Binnenwirtschaft uneinheitlich entwickelt. Angesichts dessen sehen die Experten keinen akuten Handlungsbedarf für breit angelegte Lockerungsmaßnahmen und gehen davon aus, dass die Geldpolitik trotz Risiken durch Energiepreise und Lieferkettenprobleme gezielt ausgerichtet bleibt.
„Die PBoC dürfte den einjährigen Loan Prime Rate (LPR) unverändert bei 3,00 Prozent belassen, da sich das Wachstum von 4,5 Prozent im Jahresvergleich im vierten Quartal 2025 auf 5,0 Prozent im ersten Quartal 2026 beschleunigt hat und damit einen soliden Jahresauftakt signalisiert.“
„Die Auslandsnachfrage stützt weiterhin die industrielle Aktivität, während die binnenwirtschaftliche Dynamik uneinheitlich bleibt – Konsum, Investitionen und Kreditnachfrage zeigen sich nach wie vor schwach, belastet durch anhaltende Probleme im Immobiliensektor und Maßnahmen gegen Überkapazitäten.“
„Gleichzeitig hat die verbesserte Preisdynamik den kurzfristigen Druck für geldpolitische Lockerungen verringert, auch wenn steigende Energiekosten und Störungen in den Lieferketten Abwärtsrisiken darstellen.“
„Da es keine klaren Anzeichen für eine deutliche Abschwächung gibt und sich die Kreditnachfrage noch nicht spürbar erholt hat, dürften die Entscheidungsträger an gezielten Maßnahmen festhalten, anstatt zu umfassenden Zinssenkungen überzugehen.“
„Während Indonesien und die Philippinen ein sich wandelndes globales makroökonomisches Umfeld bewältigen, nähern sich ihre Zentralbanken zunehmend in ihrem Umgang mit Inflation, Kapitalflüssen und Wechselkursdruck an. Wir erwarten, dass beide Notenbanken ihre Leitzinsen bei 4,75 Prozent beziehungsweise 4,25 Prozent unverändert lassen.“