West Texas Intermediate (WTI) – der Benchmark-Preis für US-Rohöl – hat Schwierigkeiten, seine bullische Kurslücke auszunutzen, hält sich jedoch im asiatischen Handel am Montag an moderate Intraday-Gewinne. Das Rohöl notiert derzeit über der Marke von 87,00 USD und liegt damit trotz der erneuten US-Iran-Spannungen über die Straße von Hormus fast 4 % im Plus für den Tag.
Die US-Blockade iranischer Häfen sowie die Abfangung und Beschlagnahme eines iranisch gecharterten Frachtschiffs im Golf von Oman veranlassten den Iran, die Straße von Hormus erneut für Handelsschiffe zu schließen. Diese Entwicklungen dämpfen die Hoffnungen auf weitere Friedensgespräche und schüren globale Versorgungsängste, was wiederum als Rückenwind für die Rohölpreise gilt.
Die kurzfristige Stimmung bleibt bärisch, da das Rohöl deutlich unter dem 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart notiert und damit die breitere Erholungsphase begrenzt. Gleichzeitig ist das Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Histogramm leicht positiv geworden, und der Relative Strength Index (RSI) pendelt knapp unter der 50er-Linie bei 46,42.
Die Verbesserung der Momentum-Indikatoren signalisiert eine Konsolidierung statt einer bestätigten Trendwende, während die Rohölpreise unter dem gleitenden Durchschnitt auf höherer Zeitebene bleiben. Das genannte Hindernis bei 92,58 USD stellt den ersten bedeutenden Widerstand dar, den die Bullen zurückerobern müssten, um die aktuelle Abwärtsneigung zu mildern und den Weg für eine nachhaltigere Erholung zu ebnen.
Auf der Unterseite könnten Händler das Intraday-Tief im Bereich von 86,15 bis 86,10 USD als vorläufigen Boden betrachten, unter dem die Rohölpreise auf die Marke von 81,00 USD fallen könnten, auf dem Weg zu Kursen unter 79,00 USD oder dem Zwischentief vom Freitag. Dennoch deutet das technische Setup darauf hin, dass Aufwärtsbewegungen wahrscheinlich auf Verkaufsinteresse stoßen werden, solange das schwarze Gold unter seinem 200-SMA verankert bleibt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.