Der Chefökonom von UBS, Paul Donovan, betont, dass sich Zentralbanken derzeit stärker auf mögliche Zweitrundeneffekte der Entwicklungen im Golf konzentrieren als auf unmittelbare geldpolitische Schritte. Der Gouverneur der Bank of England, Bailey, hat seinen zuvor eher straffen Ton bereits abgeschwächt, und Chefvolkswirt Pill dürfte diese Haltung bestätigen. Auch der Chefökonom der Europäische Zentralbank, Lane, argumentiert in ähnlicher Weise und verweist darauf, dass eindeutige Auswirkungen des Krieges bislang nicht erkennbar seien, was Änderungen bei geldpolitischen Signalen verzögere.
"Abgesehen von den Nachrichten aus dem Golf stehen für die Märkte derzeit die Aussagen von Zentralbankern über die Folgen der Ereignisse in der Golfregion im Mittelpunkt."
"Wir haben bereits Anfang dieser Woche den Gouverneur der Bank of England, Bailey, gehört, der für einen übermäßig restriktiven Ton bei der letzten geldpolitischen Sitzung zurückrudern musste."
"Chefökonom Pill dürfte die Auffassung bekräftigen, dass sich Zentralbanken vor allem auf Zweitrundeneffekte konzentrieren müssen."
"EZB-Chefökonom Lane stellte fest, dass eindeutige Auswirkungen des Krieges bislang nicht erkennbar sind."
"Es ist noch zu früh, um Zweitrundeneffekte zu erwarten, und damit auch zu früh, um Signale für eine geldpolitische Kursänderung seitens der Zentralbanken zu erwarten."