Die Strategen Sim Moh Siong und Christopher Wong von OCBC beobachten, dass sich die asiatischen Währungen nach einem mehrwöchigen Ausverkauf im Zuge des Iran-Konflikts vorsichtig stabilisiert haben, werten die Entwicklung jedoch als Konsolidierung. Ohne eine rasche Lösung könnten wachstums- und ölabhängige Währungen wie der südkoreanische Won (KRW), der philippinische Peso (PHP) und der thailändische Baht (THB) schwach bleiben, auch wenn die Notenbanken angesichts teils mehrjähriger oder historischer Tiefstände gegen starke Ausschläge vorgehen.
"Die asiatischen Währungen zeigten nach dem mehrwöchigen Ausverkauf seit Beginn des Iran-Konflikts erste vorsichtige Anzeichen einer Stabilisierung, doch die Stimmung bleibt fragil."
"Die Pause bei der Abwertung asiatischer Währungen wirkt eher wie eine Konsolidierung, da die Märkte weiterhin Hoffnungen auf eine Deeskalation gegen Risiken einer erneuten Eskalation abwägen."
"Inzwischen könnte der Schock bereits auf die Realwirtschaft übergegriffen haben, was sich in politischen Maßnahmen in asiatischen Ländern wie Korea und den Philippinen zeigt, während Risiken durch Übertragungseffekte auf Lebensmittel, Düngemittel und den Tourismus zunehmen."
"Ohne eine schnelle Lösung des Iran-Konflikts dürften asiatische Währungen, die empfindlich auf Wachstum, Stimmung und Ölpreise reagieren, darunter KRW, PHP und THB, weiterhin schwach tendieren."
"Dennoch erwarten wir, dass die Notenbanken die Kursbewegungen glätten werden, da einige asiatische Währungen bereits ihre mehrjährigen Tiefstände testen."