Die Federal Reserve (Fed) ließ ihren Leitzins unverändert bei 3,50 % bis 3,75 %, doch die Gesamtbotschaft sowohl aus der Erklärung als auch aus der Pressekonferenz von Vorsitzendem Jerome Powell tendiert eindeutig zu Geduld, anstatt auf eine bevorstehende Lockerung hinzuweisen.
Der wirtschaftliche Hintergrund bleibt insgesamt unterstützend, da die Aktivität weiterhin in solidem Tempo wächst und die Konsumausgaben stabil bleiben, während der Arbeitsmarkt sich abkühlt, aber nicht stark verschlechtert. Die Inflation scheint länger anzuhalten als erwartet. Jüngste Entwicklungen, insbesondere im Bereich Energie und Zölle, werfen einen Schraubenschlüssel in die disinflationären Bemühungen, und wir werden wahrscheinlich in naher Zukunft einen Anstieg des Preisdrucks sehen.
Die neuesten Prognosen untermauern dies, da die Inflationsprognosen nach oben angepasst wurden und es einen spürbaren Wandel unter den Entscheidungsträgern gibt, der auf weniger Zinssenkungen hindeutet, selbst wenn der mediane Pfad gleich bleibt.
Powell wiederholte diese vorsichtige Haltung und betonte, dass die Fed nicht bereit ist, die Inflation leichtfertig zu ignorieren und dass ein erneuter, überzeugender Fortschritt, insbesondere bei Gütern, erforderlich ist, bevor eine Lockerung in Betracht gezogen werden kann. Gleichzeitig betonte er, dass die Politik bereits auf neutralem Niveau oder leicht darüber liegt und dass Zinserhöhungen nicht das Basisszenario sind, was die Fed mit einer tatsächlich zweiseitigen, aber eindeutig asymmetrischen Reaktionsfunktion zurücklässt.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Fed bleibt auf der Hut, signalisiert jedoch eine längere Phase höherer Zinsen, wobei die Hürde für Zinssenkungen angehoben und die Inflationsrisiken weiterhin fest im Fokus stehen.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.