Die Inflation in den Vereinigten Staaten, gemessen am Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), ging im Januar von 2,9% im Dezember auf 2,8% zurück, berichtete das US Bureau of Economic Analysis (BEA) am Freitag. Dieser Wert lag unter den Markterwartungen von 2,9%. Auf Monatsbasis stieg der PCE-Preisindex um 0,3%, wie erwartet.
Der Kern-PCE-Preisindex, der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve, stieg im Januar um 3,1% und entsprach damit den Schätzungen der Analysten.
Weitere Details des Berichts zeigten, dass das persönliche Einkommen und die persönlichen Ausgaben im Januar beide um 0,4% auf Monatsbasis zunahmen.
Der US-Dollar-Index zeigte keine unmittelbare Reaktion auf diese Zahlen und wurde zuletzt mit einem Tagesgewinn von 0,35% bei 100,08 gesehen.
Inflation misst die Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen. Der Anstieg wird in der Regel als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat oder Vorquartal ausgewiesen. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Lebensmittel und Energie ausschließt, ist der Maßstab, an dem sich Zentralbanken orientieren, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Der Verbraucherpreisindex (CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Er wird in der Regel als prozentuale Veränderung im Vergleich zum Vormonat (MoM) und zum Vorjahresmonat (YoY) ausgedrückt. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, steht im Fokus der Zentralbanken. Wenn der Kern-CPI über 2 % steigt, führt dies in der Regel zu Zinserhöhungen, und umgekehrt, wenn er unter 2 % fällt. Höhere Zinssätze sind in der Regel positiv für eine Währung, da sie zu Kapitalzuflüssen führen.
Entgegen der Intuition kann hohe Inflation den Wert einer Währung steigern, da Zentralbanken in der Regel die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies lockt internationale Investoren an, die von höheren Renditen profitieren möchten.
Gold galt lange als sicherer Hafen in Zeiten hoher Inflation, da es seinen Wert behielt. In jüngerer Zeit hat sich dies jedoch verändert. Zwar wird Gold in Krisenzeiten nach wie vor als sicherer Hafen genutzt, doch hohe Inflation führt oft dazu, dass Zentralbanken die Zinssätze anheben. Dies belastet Gold, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu zinsbringenden Anlagen erhöhen. Niedrigere Zinsen hingegen machen Gold wieder attraktiver.