Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, sagte am Montag, dass wir sehen, wie die Resilienz erneut durch neue Konflikte im Nahen Osten auf die Probe gestellt wird. Georgieva erklärte weiter, dass, wenn der Konflikt sich verlängert, dies potenziell die Marktstimmung, das Wachstum und die Inflation beeinflussen könnte.
Wir sehen, wie die Resilienz erneut durch neue Konflikte im Nahen Osten auf die Probe gestellt wird.
Importierte Öl- und Gasanlagen haben Schäden und Stillstände erlitten.
Die Energiesicherheit ist zur obersten Sorge geworden.
Wenn sie sich verlängert, hat sie das klare und offensichtliche Potenzial, die Marktstimmung, das Wachstum und die Inflation zu beeinflussen.
Jede 10%ige Erhöhung der Ölpreise, wenn sie über einen Großteil des Jahres anhält, wird zu einem Anstieg der globalen Inflation um 40 Basispunkte führen.
Wir leben in einer Welt der Unsicherheit, das ist jetzt die neue Normalität.
Mein Rat an die politischen Entscheidungsträger in diesem neuen globalen Umfeld ist, das Undenkbare zu denken und sich darauf vorzubereiten.
Unabhängige Zentralbanken, fiskalische Rollen und politische Rahmenbedingungen helfen, die Wirtschaft schneller wachsen zu lassen.
Wir raten den Ländern, fiskalen Spielraum zu bewahren, damit er in Zeiten von Schocks genutzt werden kann.
In Japan erleben wir, wie die Zentralbank agil auf einen Übergang aus einer längeren Phase unterhalb des Inflationsziels mit einer Reihe von politischen Entscheidungen reagiert.
Ich gratuliere Japan zu seiner politischen Raffinesse.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.