Gold (XAU/USD) zieht zu Beginn einer neuen Woche starke Verkaufsaktivitäten an und fällt während der asiatischen Sitzung auf ein Vier-Tage-Tief, findet jedoch etwas Unterstützung vor der psychologischen Marke von 5.000 USD. Ein intraday Anstieg von über 25% bei den Rohölpreisen schürt Inflationssorgen und dämpft die Aussichten auf kurzfristige Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed). Dies gleicht den enttäuschenden US Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht vom Freitag aus und hebt den US-Dollar (USD) auf ein neues Hoch seit November 2025, was wiederum als ein Schlüsselfaktor angesehen wird, der auf das zinslose Edelmetall drückt.
Marktteilnehmer sind besorgt über die Auswirkungen eines langwierigen Konflikts im Nahen Osten auf die Rohölpreise und die globale Wirtschaft. Tatsächlich geht die gemeinsame US-israelische Kampagne gegen den Iran am Montag in den zehnten Tag, ohne Anzeichen für ein Ende der Feindseligkeiten. Darüber hinaus hat der Iran den Sohn von Ayatollah Ali Khamenei, Mojtaba Khamenei, als neuen Obersten Führer benannt, was signalisiert, dass die Hardliner fest im Sattel sitzen. Investoren bereiten sich nun auf das Risiko einer weiteren Eskalation der Spannungen vor, da dieser Schritt von US-Präsident Donald Trump, der den Sohn als "inakzeptabel" bezeichnet hatte, wahrscheinlich nicht gutgeheißen wird.
In der Zwischenzeit erhöht die Schließung der Straße von Hormuz – einer wichtigen Schifffahrtsroute für Öl und Gas – das Risiko eines Energieschocks und könnte die wirtschaftliche Aktivität stören. Dies dämpft weiter die Risikobereitschaft der Anleger, was sich in einem Meer von roten Zahlen an den globalen Aktienmärkten zeigt. Der Anti-Risiko-Fluss hilft dem Gold, einen Teil seiner schweren intraday Verluste zu verringern und sich näher an die Marke von 5.100 USD zu bewegen. Dennoch wird der Rohstoff weiterhin mit einem Verlust von über 1% für den Tag gehandelt, und die starke bullische Stimmung des USD erfordert Vorsicht für die XAU/USD-Bullen.
Die kurzfristige Tendenz ist neutral mit einer moderaten Abwärtsneigung, da der Goldpreis über dem steigenden 200-Perioden Exponential Moving Average (EMA) auf dem 4-Stunden-Chart oszilliert, was zeigt, dass der breitere Aufwärtstrend intakt bleibt, aber das Momentum nachgelassen hat. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) Indikator rutscht leicht unter seine Signallinie um die Nulllinie und das Histogramm hat sich leicht negativ entwickelt, was auf nachlassenden bullischen Druck hindeutet, anstatt auf ein offensichtliches bärisches Regime. Der Relative Strength Index bei 43 schwebt unterhalb der 50er Mittellinie und stimmt mit einem konsolidierenden Ton nach dem späten Rückzug von den Höchstständen dieses Monats überein.
Unmittelbare Unterstützung entsteht im Bereich von 5.060 USD, der die wichtigere 5.000 USD-Zone schützt, wo der 200-Perioden EMA mit den jüngsten Reaktions-Tiefs konvergiert, und ein Bruch unterhalb dieser Zone würde den Weg in Richtung 4.960 USD öffnen. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei etwa 5.140 USD, dem letzten Swing-Hoch vor dem aktuellen Rückgang, gefolgt von 5.180 USD als der nächsten Barriere, um ein überzeugenderes bullisches Profil wiederherzustellen. Eine nachhaltige Bewegung über 5.180 USD würde die aktuelle Abwärtsneigung neutralisieren und den Bereich von 5.230 USD exponieren, während ein Versagen, über 5.000 USD zu halten, den Fokus auf eine tiefere Korrekturphase verschieben würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.