Die Ökonomen Robin Winkler und Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research analysieren widersprüchliche deutsche Konjunkturumfragen und stellen fest, dass der EMI auf eine zyklische Expansion hindeutet, während die Ifo-Erwartungen weiterhin auf eine Schwäche hindeuten. Sie stellen fest, dass der historische Vorsprung des Ifo gegenüber dem EMI hauptsächlich in der Produktion liegt. Mit Blick auf die Veränderungen in den Umfragen deuten beide Indikatoren nun auf ein Wachstum des deutschen BIP im ersten Quartal von 0,4 % gegenüber dem Vorquartal hin.
„Jüngste Konjunkturumfragen deuten auf eine ordentliche Erholung der deutschen Wirtschaft hin. Allerdings zeichnet die EMI-Umfrage weiterhin ein deutlich positiveres Bild als die Ifo-Umfrage. Während die EMI nun wieder auf ihrem langfristigen Durchschnitt liegt, was mit einer zyklischen Expansion im Einklang steht, deuten die Ifo-Konjunkturerwartungen darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin in einer tiefen Flaute steckt.“
„Ein einfaches Nowcasting-Modell auf Basis der Werte ergibt für das BIP-Wachstum im ersten Quartal 0,2 % beim EMI gegenüber -0,7 % beim Ifo. Diese große Diskrepanz zwischen den beiden Umfragen ist mehr als nur ein Zufall; sie trat erstmals 2022 auf und besteht seitdem fort. Welche Umfrage ist also richtig?“
Historisch gesehen lagen die Ifo-Konjunkturerwartungen tendenziell vor dem EMI. Wenn man nur eine Umfrage verfolgen könnte, wäre der Ifo informativer gewesen. Diese Vorreiterrolle ist jedoch weitgehend auf die Produktion zurückzuführen.
Das Ergebnis ist, dass die Niveaus der Konjunkturumfragen mehr denn je zugunsten der Veränderungsraten ignoriert werden sollten. Selbst dann hat die Vorhersagekraft der Umfragen seit 2020 abgenommen, möglicherweise weil die Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung unregelmäßiger geworden sind. Aber zumindest liefern beide Umfragen einige nützliche und konsistente Informationen für kurzfristige Prognosen. Betrachtet man die jüngsten Veränderungen, deuten die aktuellen Daten für Februar auf ein BIP-Wachstum von 0,4 % im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal hin, und zwar in beiden Umfragen.“
(Dieser Artikel wurde mit Hilfe eines Tools für künstliche Intelligenz erstellt und von einem Redakteur überprüft.)