EUR/JPY handelt am Montag zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 182,50, was einem Rückgang von 0,15% im Tagesverlauf entspricht, da die Marktteilnehmer eine abwartende Haltung vor wichtigen makroökonomischen Veröffentlichungen in Europa und Japan einnehmen.
Die Veröffentlichung des IFO-Geschäftsklimaindex in Deutschland erzeugt nur eine begrenzte Marktreaktion. Der Hauptindex stieg im Februar auf 88,6, über den Erwartungen von 88,4 und gegenüber 87,6 im Januar. Im Detail verbesserte sich der Index der aktuellen Beurteilung von 85,7 auf 86,7, während der Erwartungsindex bei 90,5 lag, was den Prognosen entspricht. Trotz dieser Verbesserung erhält der Euro (EUR) nur bescheidene Unterstützung, da die Händler es vorziehen, auf die Inflationszahlen der Eurozone und die BIP-Daten für das vierte Quartal in Deutschland zu warten, die beide am Mittwoch fällig sind.
Die Märkte erwarten, dass die Kerninflation des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone im Januar auf 2,2% im Jahresvergleich sinkt, nach 2,3% im Dezember, während die Gesamt-HVPI stabil bei 1,7% gesehen wird. Diese Zahlen dürften entscheidend sein, um die Erwartungen hinsichtlich des geldpolitischen Pfades der Europäischen Zentralbank (EZB) zu formen, wobei der Marktkonsens auf einen verlängerten Zeitraum unveränderter Zinsen in diesem Jahr hindeutet.
Auf der japanischen Seite bleibt der japanische Yen (JPY) stabil, nachdem die Daten zum nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) einen jährlichen Anstieg von 1,5% im Januar zeigten, nach 2,1% im Dezember. Auch die Kernmaße haben sich abgeschwächt, was Vorsicht hinsichtlich des Zeitpunkts weiterer Straffungen durch die Bank of Japan (BoJ) auslöst. Allerdings argumentieren mehrere Analysten, dass der breitere Normalisierungsprozess intakt bleibt.
Ökonomen von MUFG heben hervor, dass der starke Anstieg der Renditen von superlangen japanischen Staatsanleihen im Januar eine starke ausländische Nachfrage angezogen hat, was half, den Anleihemarkt und den japanischen Yen (JPY) zu stabilisieren. Laut den Bankökonomen würde eine zügige Genehmigung des Haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2026 die Chancen auf eine Zinserhöhung bei der Sitzung am 28. April erhöhen, ein Ergebnis, das derzeit von den Märkten mit etwa 70% eingepreist wird.
In diesem Kontext bleibt EUR/JPY empfindlich gegenüber Veränderungen der Zinsdifferenzen zwischen der Eurozone und Japan. Eine Bestätigung schwächerer europäischer Inflation könnte den Euro (EUR) belasten, während festere Signale von der Bank of Japan zugunsten einer Zinserhöhung den japanischen Yen unterstützen würden.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.16% | -0.23% | -0.26% | -0.05% | 0.09% | 0.04% | -0.15% | |
| EUR | 0.16% | -0.07% | -0.16% | 0.12% | 0.25% | 0.20% | 0.01% | |
| GBP | 0.23% | 0.07% | -0.06% | 0.17% | 0.32% | 0.27% | 0.08% | |
| JPY | 0.26% | 0.16% | 0.06% | 0.24% | 0.37% | 0.34% | 0.16% | |
| CAD | 0.05% | -0.12% | -0.17% | -0.24% | 0.14% | 0.09% | -0.09% | |
| AUD | -0.09% | -0.25% | -0.32% | -0.37% | -0.14% | -0.05% | -0.23% | |
| NZD | -0.04% | -0.20% | -0.27% | -0.34% | -0.09% | 0.05% | -0.18% | |
| CHF | 0.15% | -0.01% | -0.08% | -0.16% | 0.09% | 0.23% | 0.18% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.