Die Dow-Jones-Futures fallen um 0,43 % auf etwa 49.450 während der europäischen Handelsstunden vor der regulären Markteröffnung in den USA am Montag. S&P 500- und Nasdaq 100-Futures sinken um 0,58 % bzw. 0,74 % und notieren zum Zeitpunkt des Schreibens bei 6.880 und 24.880.
Die US-Index-Futures gaben am Montag nach, nachdem US-Präsident Donald Trump am Samstag einen vorübergehenden globalen Zoll von 15 % mit sofortiger Wirkung angekündigt hatte, was die Unsicherheit in der Handelspolitik nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, wichtige Abgaben, die unter dem International Emergency Economic Powers Act verhängt wurden, aufzuheben, verlängert.
US-Aktien haben ebenfalls zu kämpfen, da die steigende Risikoaversion, die mit anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran verbunden ist, die Stimmung belastet und zur Underperformance der Aktien über die Bedenken zur Handelspolitik hinaus beiträgt.
Trump erwog begrenzte Luftangriffe auf den Iran als Druckmittel während der Nukleargespräche und soll Berichten zufolge seinen Beratern gesagt haben, dass, wenn Diplomatie oder ein erster gezielter US-Schlag nicht ausreichen, um den Iran dazu zu bringen, sein Atomprogramm aufzugeben, ein umfassenderer Angriff in den kommenden Monaten in Betracht gezogen werden könnte, so die New York Times.
In der regulären US-Sitzung am Freitag schloss die Wall Street höher mit Gewinnen in allen wichtigen Indizes, nachdem der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten Trumps Notfallzölle blockiert hatte. Der Dow Jones stieg um 0,47 %, der S&P 500 gewann 0,69 % und der Nasdaq 100 kletterte um 0,9 %. Die Unternehmensgewinne im Technologiesektor stehen diese Woche im Fokus, insbesondere die Ergebnisse von Nvidia, die frische Impulse für den breiteren Markt bieten könnten.
Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im vierten Quartal 2025 mit einer jährlichen Rate von 1,4 %, während die Kern-PCE-Inflation im Dezember um 3,0 % im Jahresvergleich anstieg, was die anhaltenden Preisdruckverhältnisse unterstreicht und den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve kompliziert, wodurch die Marktzurückhaltung erhöht wird.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.