Das IFO-Institut in Deutschland wird am Montag um 09:00 GMT seine Geschäftsumfrage für Februar veröffentlichen.
Der IFO-Geschäftsklimaindex wird für Februar auf 88,4 prognostiziert, nach 87,6 im Januar.
Der IFO-Index zur aktuellen Beurteilung wird für Februar bei 86,1 erwartet, verglichen mit zuvor 85,7.
Der IFO-Erwartungsindex wird voraussichtlich im Berichtsmonat auf 90,5 steigen, nach einem Wert von 89,5 zuvor.
EUR/USD könnte nach der Veröffentlichung der IFO-Geschäftsumfrage in Deutschland unterstützt bleiben, da der Euro (EUR) gegenüber dem US-Dollar an Stärke gewinnt, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA entschieden hat, dass die von Präsident Donald Trump unter dem IEEPA verhängten Zölle ohne Zustimmung des Kongresses rechtswidrig waren.
Allerdings erwägt Trump Berichten zufolge einen neuen globalen Zoll von 15% unter alternativen Handelsgesetzen, was die Unsicherheit über die US-Handelspolitik verlängert. In der Zwischenzeit erklärte der Handelsbeauftragte des Europäischen Parlaments, dass die Europäische Union vorschlagen würde, die Ratifizierung ihres Handelsabkommens mit den USA auszusetzen, bis klarere politische Leitlinien von der Regierung bereitgestellt werden.
Technisch gesehen baut EUR/USD seine Gewinne zum zweiten Mal in Folge aus und handelt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts um 1,1820. Der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) ist über die Mittellinie auf 51 zurückgekehrt, was auf ein neutrales und stabilisierendes Momentum hinweist. Das Paar testet die unmittelbare Barriere am neuntägigen EMA bei 1,1825. Ein täglicher Schlusskurs über diesem kurzfristigen Durchschnitt könnte den Weg zu 1,2082 ebnen, dem höchsten Niveau seit Juni 2021. Auf der Unterseite würde eine Rückkehr unter den neuntägigen EMA den 50-tägigen EMA bei 1,1776 in den Fokus rücken.
Die deutsche Wirtschaft hat aufgrund ihrer Größe und Bedeutung innerhalb der Eurozone einen erheblichen Einfluss auf den Euro. Eine starke Wirtschaftsentwicklung in Deutschland wirkt oft stützend auf den Euro, während eine Schwächephase die Gemeinschaftswährung belastet.
Deutschland ist die größte Volkswirtschaft der Eurozone und damit ein einflussreicher Akteur in der Region. Während der Eurokrise 2009-2012 spielte Deutschland eine Schlüsselrolle bei der Einrichtung von Rettungsfonds zur Unterstützung verschuldeter Länder und trieb den „Fiskalpakt“ voran.
Bunds sind von der deutschen Regierung ausgegebene Staatsanleihen, die regelmäßige Zinszahlungen, sogenannte Kupons, an ihre Inhaber leisten. Am Ende der Laufzeit wird der vollständige Nennwert der Anleihe zurückgezahlt. Da Deutschland die größte Volkswirtschaft der Eurozone stellt, dienen Bunds als maßgeblicher Referenzpunkt für andere europäische Staatsanleihen. Langfristige Bunds gelten als besonders sichere Anlage, da sie durch das Vertrauen und die Kreditwürdigkeit des deutschen Staates gestützt werden. Aus diesem Grund werden sie von Investoren in Krisenzeiten als sicherer Hafen betrachtet, während ihr Wert in Phasen wirtschaftlicher Stabilität tendenziell fällt.
Die Renditen deutscher Bundesanleihen, die sogenannten Bund Yields, geben an, welche jährliche Rendite ein Anleger beim Halten dieser Staatsanleihen erwarten kann. Wie bei anderen Anleihen erhalten Investoren regelmäßige Zinszahlungen, den sogenannten Kupon, sowie die vollständige Rückzahlung des Nennwerts bei Fälligkeit. Während der Kupon fest ist, schwankt die Rendite, da sie die Preisentwicklung der Anleihe berücksichtigt – und damit einen realistischeren Eindruck von der tatsächlichen Rendite vermittelt. Fällt der Preis einer Bundesanleihe, steigt die Rendite, da der Kupon im Verhältnis zum Kaufpreis höher wird, und umgekehrt. Dies erklärt, warum Bund-Renditen sich entgegengesetzt zu ihren Preisen entwickeln.
Die Bundesbank ist das Herzstück der deutschen Geldpolitik und spielt eine entscheidende Rolle für die Stabilität der Wirtschaft. Ihr vorrangiges Ziel: die Inflationsrate niedrig zu halten und so für stabile Preise zu sorgen. Neben dieser Kernaufgabe überwacht die Bundesbank den Zahlungsverkehr und nimmt eine Schlüsselrolle bei der Finanzaufsicht wahr. Als eine der einflussreichsten Zentralbanken Europas ist sie bekannt für ihre konservative Haltung, die Preisstabilität stets über kurzfristiges Wirtschaftswachstum stellt. Ihre strikte Linie prägte maßgeblich die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB), die heute eine zentrale Rolle im Euro-Währungsraum spielt.