Der Lebensmittelkonzern Kraft Heinz hat seine Pläne zur Aufspaltung vorerst ausgesetzt. Vorstandschef Steve Cahillane richtet den Fokus auf die operative Stabilisierung und die Rückkehr zu nachhaltigem Wachstum.
Nach Angaben des Managements sollen interne Prozesse und die Umsetzung strategischer Maßnahmen priorisiert werden. Die Unterbrechung der Trennungspläne diene dazu, zusätzliche Aufwendungen im laufenden Geschäftsjahr zu vermeiden und Ressourcen gezielt einzusetzen.
Im Zuge der Neuausrichtung kündigte das Unternehmen Investitionen von rund 600 Millionen US-Dollar für den US-Markt an. Die Mittel sind für Marketing, Vertrieb, Forschung und Entwicklung, Qualitätsverbesserungen bei Produkten sowie ausgewählte Preisanpassungen vorgesehen. Ziel ist es, die Marktposition zu festigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
Die ursprünglich im September vorgestellte Aufspaltung hätte wesentliche Teile der Fusion rückgängig gemacht, aus der der heutige Konzern entstanden ist. In den vergangenen Jahren war das nordamerikanische Geschäft von rückläufigen Umsätzen und Wertberichtigungen auf Marken wie Oscar Mayer und Maxwell House belastet worden.
Der Großaktionär Berkshire Hathaway stellte sich hinter die Entscheidung. Konzernchef Greg Abel verwies auf die Möglichkeit, die strategischen und operativen Initiativen unter der neuen Führung zu bündeln.
Zeitgleich veröffentlichte Kraft Heinz seine jüngsten Quartalsergebnisse. Während das Unternehmen die Erwartungen beim Gewinn übertraf, blieb der Umsatz hinter den Prognosen zurück. Die Aktie zeigte sich nach anfänglichen Kursverlusten stabil.