Die Bitcoin-Treasury-Firma Strategy (MSTR) hat ihre Dollarreserve auf 4,8 Milliarden Dollar erhöht. Zuvor hatte das Unternehmen durch den Verkauf von Stammaktien 333,7 Millionen Dollar eingenommen. Gleichzeitig kaufte Strategy eigene STRC-Vorzugsaktien im Wert von 132,2 Millionen Dollar zurück, wie aus einer am Montag eingereichten Pflichtmitteilung hervorgeht.
Strategy verkaufte in der vergangenen Woche 3,458 Millionen Class-A-Stammaktien mit dem Tickersymbol MSTR und erzielte damit einen Nettoerlös von 333,7 Millionen Dollar.
Das Unternehmen verteilte die Einnahmen auf verschiedene finanzielle Verpflichtungen und seine Barreserven. 52,4 Millionen Dollar wurden für Dividenden auf die STRC-Vorzugsaktien verwendet, weitere 132,2 Millionen Dollar flossen in den Rückkauf von STRC-Aktien im Rahmen des Rückkaufprogramms für Digital Credit Securities. Die verbleibenden 149,1 Millionen Dollar führte Strategy seiner Dollarreserve zu, die damit auf 4,8 Milliarden Dollar anwuchs.
Im Berichtszeitraum kaufte Strategy zudem 1,388 Millionen STRC-Aktien zu einem Gesamtpreis von 132,2 Millionen Dollar zurück. Nach Angaben des Unternehmens stehen im Rückkaufprogramm für Vorzugsaktien noch 653 Millionen Dollar zur Verfügung. Für den Rückkauf von MSTR-Stammaktien verbleibt ein weiteres Volumen von einer Milliarde Dollar.
Bitcoin kaufte oder verkaufte das Unternehmen während der Woche nicht. Der Gesamtbestand blieb damit unverändert bei 840.447 BTC.
Unterdessen steht das auf Bitcoin ausgerichtete Treasury-Modell des Unternehmens weiter im Fokus. MSCI schlug am Freitag neue Aufnahmeregeln vor, nach denen Unternehmen mit Merkmalen nicht operativ tätiger Gesellschaften von den Global Investable Market Indexes ausgeschlossen werden könnten. Strategy gehört zu drei bestehenden Unternehmen im ACWI IMI, denen nach einer Überprüfungsphase ein Ausschluss drohen könnte.
Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der die Finanzmärkte empfindlich auf schwächere Konjunkturdaten und die Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed reagieren.
QCP zufolge haben schwache Daten zur Verbraucherstimmung zusammen mit den bereits Anfang August veröffentlichten schwächeren Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an eine unmittelbar bevorstehende geldpolitische Straffung gedämpft. Die Fed-Funds-Futures signalisieren inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der September-Sitzung der US-Notenbank.
Bei Bitcoin verwies QCP darauf, dass sich die Kryptowährung trotz des schwachen makroökonomischen Umfelds bislang vergleichsweise robust halte.
„BTC hat negative makroökonomische und geopolitische Entwicklungen weiterhin verkraftet, ohne nachhaltig einzubrechen“, schrieb QCP am Montag in einem Bericht.
Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich den Analysten zufolge nun auf das am Mittwoch anstehende Protokoll der Juli-Sitzung der US-Notenbank. Daneben stehen die PCE-Inflationsdaten für Juli, die Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal sowie das wirtschaftspolitische Symposium in Jackson Hole im Fokus.
Bitcoin notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 64.030 Dollar und liegt damit auf 24-Stunden-Sicht 1,7 Prozent im Plus.