Der Schweizer Franken (CHF) notiert in der frühen europäischen Handelssitzung am Dienstag gegenüber dem US-Dollar (USD) leicht schwächer, wobei das Paar USD/CHF auf fast 0,8116 steigt. Das Paar Schweizer Franken legt zu, da der US-Dollar angesichts der Befürchtung, dass stark steigende Ölpreise die hawkischen Zinserwartungen der Federal Reserve (Fed) neu entfachen könnten, wieder anzieht.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, leicht höher bei fast 99,65. Der USD-Index erholte sich am Montag, nachdem er zuvor ein frisches Zwei-Monats-Tief bei 99,29 erreicht hatte.
Der WTI-Ölpreis hat ein frisches Zwei-Wochen-Hoch bei fast 84,50 USD erreicht, nachdem der Präsident der Vereinigten Staaten (US), Donald Trump, bestätigt hatte, dass die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran nicht verlängert wird.
In den letzten Wochen haben Händler ihre Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed aufgrund schwacher US-Wirtschaftsdaten für Juli zurückgenommen.
Analysten von HSBC Asset Management heben hervor, dass "die Marktbepreisung für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September auf den niedrigsten Stand seit Mitte Juni gefallen ist," da Anleger den geldpolitischen Ausblick neu bewerten. Sie weisen darauf hin, dass die Erwartungen nach unten gedrückt wurden, "eingeklemmt zwischen Warshs Äußerungen und dem freundlichen CPI-Wert," während "ein schwächerer Arbeitsmarktbericht ebenfalls auf die Zinserwartungen gedrückt hat." HSBC fügt hinzu, dass "wenn die Inflations- und Beschäftigungsdaten für August dasselbe Bild zeigen, die Fed im September wahrscheinlich abwarten wird," und unterstreicht damit die Bedeutung der kommenden US-Daten für den kurzfristigen Zinspfad.
Im weiteren Verlauf werden sich Anleger auf das Protokoll des US Federal Open Market Committee (FOMC) zur Juli-Sitzung konzentrieren, das am Mittwoch veröffentlicht wird.
Unterdessen dürfte die Kursentwicklung des Schweizer Frankens von geopolitischen Schlagzeilen bestimmt werden, da der Wirtschaftskalender der Schweiz in dieser Woche kaum etwas zu bieten hat.

Im Tageschart notiert USD/CHF bei 0,8115 und hält sich damit leicht über dem 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 0,8111, was kurzfristig eine leicht bullische Tendenz verleiht. Der Relative Strength Index (RSI) bei 51,89 liegt knapp über der neutralen 50-Linie und signalisiert ein stetiges, wenn auch unspektakuläres Aufwärtsmomentum, während sich das Paar nach seiner jüngsten Erholung aus dem Bereich um 0,8050 konsolidiert.
Auf der Abwärtsseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 20-Tage-EMA bei 0,8111, und ein Schlusskurs unter diesem Niveau würde auf nachlassenden bullischen Druck und einen tieferen Pullback in Richtung der jüngsten Tiefs hindeuten. Solange sich das Paar über diesem gleitenden Durchschnitt hält, dürfte das Interesse an Käufen bei Rücksetzern anhalten und die kurzfristige Struktur konstruktiv bleiben, während Händler auf einen stärkeren Momentum-Schub warten, um die Gewinne auszuweiten.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.
In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.
Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.