Strategy (MSTR) hat seine Bestände an Bitcoin (BTC) in der vergangenen Woche weiter ausgebaut und nach eigenen Angaben 1.587 Bitcoin für rund 100 Millionen US-Dollar erworben. Das geht aus einer am Montag eingereichten Mitteilung hervor. Durch den Zukauf stiegen die gesamten Bitcoin-Bestände des Unternehmens auf 846.842 BTC. Der durchschnittliche Einstandspreis liegt bei 75.656 US-Dollar je Bitcoin.
Finanziert wurde der Erwerb aus Erlösen des laufenden Aktienprogramms (ATM). Dabei veräußerte das Unternehmen 1,7 Millionen Aktien seiner Stammaktiengattung A (MSTR) und nahm damit 209 Millionen US-Dollar ein. Gleichzeitig verfügte Strategy nach eigenen Angaben weiterhin über liquide Mittel von rund 1,1 Milliarden US-Dollar.
Der jüngste Kauf erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Onchain-Daten auf einen deutlichen Rückgang des Verkaufsdrucks durch langfristige Bitcoin-Investoren hindeuten.
Nach Angaben des CryptoQuant-Beiträgers Woominkyu gingen die Zuflüsse großer Investoren auf Kryptobörsen in den vergangenen Tagen deutlich zurück. Dies deute darauf hin, dass eine Phase umfangreicher Verkäufe, die den Bitcoin-Kurs zu Monatsbeginn belastet hatte, ihrem Ende entgegengehen könnte.
Der Indikator „Inflow Coin Days Destroyed“ (CDD), mit dem die Bewegung älterer Coins gemessen wird, fiel von 2,16 Millionen auf rund 33.000. Dies spricht dafür, dass langfristige Anleger ihre Bitcoin-Transfers auf Börsen deutlich reduziert haben, wodurch potenzieller Verkaufsdruck nachgelassen hat.
Der Analyst verwies auf einen starken Rückgang der Bewegungen älterer Coins, nachdem zwischen dem 1. und 4. Juni umfangreiche Einzahlungen auf Börsen dazu beigetragen hatten, dass der Bitcoin-Kurs von 71.300 US-Dollar auf zeitweise 63.800 US-Dollar fiel.

Besonders deutlich wurde dieser Wandel während des Rückgangs des Bitcoin-Kurses auf rund 61.400 US-Dollar. Daten von CryptoQuant zufolge stieg die sogenannte Exchange Whale Ratio auf 62,3 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass große Marktteilnehmer den Großteil der Börsenaktivitäten ausmachten und gleichzeitig den Verkaufsdruck kleinerer Investoren aufnahmen.
„Am Tief bei 61.400 Dollar griffen die Wale zu. Mehr als 11.400 BTC (rund 700 Millionen US-Dollar) wurden von Börsen in Cold Wallets abgezogen (negativer Nettofluss)“, schrieb Woominkyu.
Mit dem Nachlassen der Verkaufsaktivität erholte sich Bitcoin wieder auf rund 65.700 US-Dollar. Als wichtigen Wendepunkt bezeichnete der Analyst den 14. Juni. An diesem Tag habe sich das Gesamtangebot der großen Bitcoin-Investoren nach einem zwölf Tage andauernden Rückgang wieder erhöht und einen Aufwärtstrend eingeschlagen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte Bitcoin bei 66.600 US-Dollar. Damit lag die Kryptowährung innerhalb von 24 Stunden um 4,5 Prozent im Plus.