Die Kryptowährung Ripple (XRP) zeigt technische Schwäche und notiert am Montag zum Zeitpunkt der Erstellung bei rund 1,43 US-Dollar. Der gesamte Kryptomarkt wirkt belastet, da nach den Kursgewinnen zu Wochenbeginn – ausgelöst durch die Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran – Ermüdungserscheinungen bei den Käufern einsetzen.
Die Erholung des für Überweisungen genutzten Tokens kam am Wochenhoch von 1,46 Dollar ins Stocken. Dies fällt mit einer zunehmenden Risikoaversion am Derivatemarkt sowie einem nachlassenden Interesse an entsprechenden Anlageprodukten zusammen. Gleichzeitig könnte die Nachfrage im Bereich um 1,40 Dollar neue Einstiegsgelegenheiten bieten und eine stärkere Korrektur verhindern.
Der XRP-Kurs bewegt sich seitwärts, während die Aktivität von privaten und institutionellen Anlegern nachlässt. Die Nachfrage nach XRP-Derivaten bleibt schwach: Das offene Interesse (Open Interest, OI) bei Perpetual-Kontrakten lag am Freitag im Schnitt bei 2,57 Milliarden Dollar. Seit Montag verharrt es auf diesem Niveau, nachdem es zuvor von einem Monatshoch bei 2,80 Milliarden Dollar zurückgegangen war. Vor diesem Hintergrund dürfte eine nachhaltige Erholung schwierig bleiben, wodurch XRP anfällig für Verkaufsdruck ist.

Gleichzeitig hat sich das Interesse an börsengehandelten Fonds (ETFs) auf XRP-Basis in dieser Woche abgeschwächt. Bis Donnerstag wurden Zuflüsse von rund 9,30 Millionen Dollar verzeichnet, nach 55,39 Millionen Dollar in der Vorwoche.
Am Donnerstag beliefen sich die Zuflüsse auf 3,89 Millionen Dollar, nach 2,42 Millionen Dollar am Vortag. Die kumulierten Mittelzuflüsse liegen laut Daten von SoSoValue im Schnitt bei 1,28 Milliarden Dollar, während sich das gesamte Nettovermögen auf 1,08 Milliarden Dollar summiert. Eine stabile Nachfrage institutioneller Investoren bleibt entscheidend, um die Marktstimmung zu stützen und eine Erholung von XRP zu tragen.

Technisch betrachtet bewegt sich XRP bei 1,43 Dollar und zeigt sich leicht stabilisiert, da der Kurs über dem 50-Tage-EMA bei 1,41 Dollar sowie dem 20-Tage-Durchschnitt der Bollinger-Bänder nahe 1,39 Dollar liegt. Dies deutet auf Nachfrage bei Kursrückgängen hin. Der übergeordnete Trend bleibt jedoch begrenzt, solange der Kurs unter dem 100-Tage-EMA bei 1,53 Dollar und dem 200-Tage-EMA bei 1,78 Dollar notiert.
Die Momentum-Indikatoren liefern unterstützende Signale: Das MACD-Histogramm bleibt im Tageschart im positiven Bereich, während der Relative-Stärke-Index (RSI) bei etwa 56 liegt. Auffällig ist zudem der erhöhte Money Flow Index (MFI) um 74, der auf starken Kaufdruck hinweist, sich jedoch dem überkauften Bereich nähert.

Auf der Oberseite stellt das obere Bollinger-Band bei 1,48 Dollar den ersten Widerstand dar, gefolgt von einer stärkeren Hürde beim 100-Tage-EMA bei 1,53 Dollar. Ein Tagesschluss über diesen Marken wäre erforderlich, um den Weg in Richtung des 200-Tage-EMA bei 1,78 Dollar zu ebnen. Auf der Unterseite liegt die nächste Unterstützung beim 50-Tage-EMA bei 1,41 Dollar, gefolgt von der Mittellinie der Bollinger-Bänder um 1,39 Dollar. Ein Bruch dieser Zone könnte den Kurs in Richtung des unteren Bandes bei 1,30 Dollar drücken und die derzeitige Stabilisierung infrage stellen.