Die Kryptowährung Ripple (XRP) gibt den zweiten Tag in Folge nach. Nach dem Wochenhoch bei 1,40 US-Dollar notiert der Token am Donnerstag zuletzt bei rund 1,33 Dollar. Damit folgt XRP der Entwicklung des breiteren Kryptomarktes, der zunehmend von Zweifeln an der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran geprägt ist.
Obwohl die Vereinbarung weiterhin Bestand hat, bleibt die Lage angespannt. Iran blockiert weiterhin die Passage durch die Straße von Hormus, während US-Präsident Donald Trump angekündigt hat, Angriffe fortzusetzen, sollte keine Einigung erzielt werden.
Die Stimmung am Kryptomarkt hat sich seit Beginn des Konflikts Ende Februar deutlich eingetrübt. Das zeigt auch der Fear-&-Greed-Index, der am Donnerstag bei 14 Punkten im Bereich extremer Angst liegt, nach 17 am Vortag. Dies deutet darauf hin, dass Investoren wenig Vertrauen in eine nachhaltige Erholung auf kurze bis mittlere Sicht haben.

Die Nachfrage von Privatanlegern lässt nach. Das Open Interest, das den Wert offener Futures- und Optionskontrakte widerspiegelt, ist am Donnerstag auf 2,38 Milliarden Dollar gesunken, nach 2,50 Milliarden Dollar am Vortag. Setzt sich dieser Rückgang fort, dürfte XRP im übergeordneten Abwärtstrend bleiben und sich in Richtung der Unterstützung bei 1,30 Dollar bewegen.

XRP notiert aktuell bei rund 1,33 Dollar und steht weiter unter Druck. Der Kurs liegt unter den exponentiellen gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage bei 1,42, 1,58 und 1,83 Dollar. Damit bleibt der übergeordnete Trend trotz der jüngsten Erholung abwärtsgerichtet.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt im Tageschart bei etwa 44 Punkten und signalisiert eine moderate Schwäche, ohne jedoch auf eine überverkaufte Lage hinzuweisen. Der MACD-Indikator bewegt sich knapp über der Nulllinie und deutet auf vorsichtige Erholungsversuche hin, die jedoch durch technische Widerstände begrenzt bleiben.
Auf der Oberseite trifft XRP zunächst auf Widerstand im Bereich des 50-Tage-Durchschnitts bei etwa 1,42 Dollar. Weitere Hürden liegen am 100-Tage-Durchschnitt bei rund 1,58 Dollar sowie im Bereich einer fallenden Trendlinie um 1,73 Dollar. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 1,83 Dollar verstärkt diese Widerstandszone zusätzlich.
Auf der Unterseite fehlen im Tageschart klar definierte Unterstützungen durch gleitende Durchschnitte. Händler dürften daher die jüngsten Zwischentiefs bei 1,30 und 1,28 Dollar als mögliche Haltezonen im Blick behalten. Insgesamt bleibt das Risiko auf der Unterseite bestehen, während Erholungen voraussichtlich an den genannten Widerständen auslaufen, solange kein nachhaltiger Ausbruch über die erste Widerstandszone gelingt.