Ripple (XRP) legt am Mittwoch zum Zeitpunkt der Erstellung leicht auf über 1,38 Dollar zu, während sich die Kryptopreise insgesamt von der durch Zollängste ausgelösten Schwächephase erholen. Der Remittance-Token liegt damit mehr als 5% über dem Wochentief von 1,31 Dollar, was auf wachsendes Interesse institutioneller Investoren hindeutet.
Gleichzeitig scheint das Aufwärtspotenzial unterhalb des unmittelbaren Widerstands bei 1,40 Dollar begrenzt. Hintergrund ist eine anhaltend vorsichtige Marktstimmung bei nachlassender Nachfrage von Privatanlegern.
Institutionelle Investoren zeigen wieder verstärktes Interesse an XRP. Darauf deuten erneut anziehende Zuflüsse in Spot-Exchange-Traded Funds (ETFs) hin. Daten von SoSoValue zufolge beliefen sich die Zuflüsse am Dienstag auf 3 Mio. Dollar, die vollständig auf den XRP-ETF von Bitwise entfielen.
Die kumulierten Zuflüsse verharrten bei 1,23 Mrd. Dollar. Das insgesamt verwaltete Vermögen stieg leicht auf 981 Mio. Dollar. Anhaltende Mittelzuflüsse gelten als Hinweis auf eine steigende Risikobereitschaft, was die Stimmung stützen und die Wahrscheinlichkeit einer Kurserholung erhöhen könnte.

Der Derivatemarkt zeigt sich indes weiter schwach. Das Open Interest (OI) bei Futures sank am Mittwoch auf 2,24 Mrd. Dollar, nach 2,29 Mrd. Dollar am Vortag. Seit dem Rekordwert von 10,94 Mrd. Dollar im Juli ist das OI kontinuierlich rückläufig. Damals hatte XRP zugleich sein Allzeithoch von 3,66 Dollar markiert, was das Interesse von Privatanlegern zuletzt belastete.

XRP behauptet sich im Zuge einer laufenden Erholung oberhalb von 1,38 Dollar. Trotz der moderaten Aufwärtsbewegung vom Tagesstart bei 1,35 Dollar bleibt der Token unterhalb der gebündelten exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMAs) über 50, 100 und 200 Tage. Diese zeigen weiterhin nach unten und begrenzen die Aufwärtsdynamik.
Eine seit längerem bestehende fallende Widerstandstrendlinie vom Rekordhoch über 3,66 Dollar bleibt intakt. Sie unterstreicht den übergeordneten Abwärtstrend, da sich die Kursentwicklung deutlich unterhalb der projizierten Ausbruchszone um 2,05 Dollar bewegt.
Die Momentum-Indikatoren signalisieren lediglich eine leichte Verbesserung. Die MACD-Linie hat auf Tagesbasis knapp über die Signallinie gedreht und notiert marginal im positiven Bereich.
Gleichzeitig steigt der Relative-Stärke-Index (RSI) im selben Zeitfenster auf 39, was mit einem vorsichtigen kurzfristigen Ausblick vereinbar ist.

Ein unmittelbarer Widerstand liegt nahe den jüngsten Reaktionshochs um 1,40 Dollar, wo frühere Erholungen ins Stocken gerieten. Die fallende Trendlinie sowie der 50-Tage-EMA verstärken eine breitere Angebotszone in Richtung 1,63 Dollar.
Ein Tagesschluss über diesem Bereich könnte den Weg zur strategisch wichtigen Hürde am 200-Tage-EMA bei 2,08 Dollar ebnen. Auf der Unterseite findet sich erste Unterstützung am Montagstief bei 1,33 Dollar. Ein Bruch darunter würde das Tief vom 10. Oktober bei 1,25 Dollar ins Blickfeld rücken.