Die Dow Jones-Futures sanken am Donnerstag während der europäischen Handelszeiten um 0,88 % auf unter 46.400 Punkte, vor der regulären Markteröffnung in den Vereinigten Staaten (US). Unterdessen fielen die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts um 1,1 % bzw. 1,4 % auf unter 6.550 bzw. 23.900 Punkte.
Die US-Aktien-Futures gaben am Donnerstag deutlich nach, nachdem US-Präsident Donald Trump in einer nationalen Ansprache warnte, dass Washington den Iran innerhalb von zwei bis drei Wochen extrem hart treffen werde und sogar andeutete, das Land könnte in das "Steinzeitalter" zurückgedrängt werden.
Im regulären US-Handel am Mittwoch setzte die Wall Street ihre Aufwärtsbewegung fort, da die Ölpreise nachgaben. Der Dow Jones stieg um 0,48 %, der S&P 500 gewann 0,72 % und der Nasdaq 100 legte um 1,16 % zu, gestützt durch starke Leistungen von Alphabet und anderen wichtigen Aktien.
Darüber hinaus legten Reise-, Bergbau- und Technologiewerte zu, angeführt von SanDisk Corp., das um rund 9 % zulegte. Goldminenunternehmen wie AngloGold Ashanti und Newmont stiegen ebenfalls, da die Goldpreise den vierten Tag in Folge zulegten.
US-Aktien wurden gestützt, da die Anleger den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) angesichts sich entwickelnder geopolitischer Risiken, Wachstumsunsicherheiten und anhaltender Inflationsdrucke neu bewerteten. Zudem signalisiert der Median-Dot-Plot weiterhin eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im Jahr 2026, während einige Entscheidungsträger nun für dieses Jahr keine Zinssenkungen mehr erwarten.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.