Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl gibt nach zwei Tagen mit Gewinnen nach und wird am Freitag während der europäischen Handelsstunden bei rund 82,20 USD gehandelt. Die technische Analyse des Tages-Charts zeigt, dass sich der Kassakurs weiterhin innerhalb des Aufwärtskanals bewegt, was darauf hindeutet, dass der primäre Trend nach oben gerichtet ist.
WTI behält einen konstruktiven kurzfristigen Bias bei, da der Preis weiterhin über dem 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA) liegt. Der Preis ist wieder unter den neun-Tage-EMA gefallen, was auf eine Pause innerhalb der breiteren Erholung hindeutet, während der 14-Tage-Relative-Stärke-Index (RSI) um 51 ein neutrales Momentum signalisiert, nachdem er sich aus dem zuvor überkauften Bereich abgekühlt hat.
Der unmittelbare Widerstand liegt beim neun-Tage-EMA von 82,75 USD. Ein Rebound über den kurzfristigen gleitenden Durchschnitt würde den bullischen Bias stärken und den WTI-Preis dabei unterstützen, die obere Begrenzung des Aufwärtskanals um 90,40 USD anzusteuern, gefolgt vom fast Drei-Monats-Hoch bei 92,25 USD, das am 23. Juli erreicht wurde.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 50-Tage-EMA von 81,69 USD, gefolgt von der unteren Begrenzung des Aufwärtskanals um 80,80 USD. Ein nachhaltiger Bruch unter diese Unterstützungszone würde den bearishen Bias auslösen und den WTI-Preis unter Druck setzen, um den Bereich um das Sieben-Wochen-Tief von 72,53 USD zu testen, gefolgt vom Sechs-Monats-Tief von 67,09 USD, das am 2. Juli verzeichnet wurde.
Auf der Brent-Seite merkt das Early Morning Reid-Team der Deutschen Bank an, dass die jüngste Bewegung "da es weiterhin nur wenige Anzeichen für Fortschritte bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus gab." Sie heben die Kommentare der Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hervor, die Fox News sagte: "Derzeit finden keine Verhandlungen statt, und das wird so lange andauern, bis der Präsident das Gefühl hat, dass sie vielleicht in sinnvoller Weise an den Verhandlungstisch kommen," und unterstreichen damit die anhaltende geopolitische Risikoprämie, die in den Rohölpreisen eingepreist ist.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.